Alle Blogeinträge gesammelt im Archiv!

Schmieden im 9.Jahrhundert, oder „Erfahrung ist das, was man vor 2 Minuten gebraucht hätte!“


Die Schmiede von Campus-Galli und der Telchinen-Schmiede
Oben, von links nach rechts: Johannes Wolf, Armin Lechner, Roland Dirr, Christian Schnurra / Unten, von li. nach re. : Hannes Napirala, Andreas Trautwein, Thilo Olschewski

Im Jahr 2019 sind wir auf „Campus Galli“ aufmerksam geworden, haben uns mal mit den Akteuren dort bekannt gemacht und uns den „Klosterbau“ mal angeschaut.

Was soll ich sagen, wir haben Lunte gerochen und gleich mal angefragt, wie wir mitmachen können.

Jetzt hat der Coronavirus dieses Jahr fast alles durchgewirbelt, aber der Wunsch, in Meßkirch zu schmieden, blieb. Am 08. bis 09. August war es dann soweit. Die Telchinen-Schmiede betrat die Bühne des 9. Jahrhunderts, um Türbeschläge für die Holzkirche vor Ort zu schmieden.

Johannes und Thilo, die beiden Schmiede bei Campus Galli, waren schon auf uns genauso gespannt wie wir auf sie.

 


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"Le Grill" - Ein gutes Steak braucht einfach Platz !



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Der Wohnzimmertisch mit Whiskey-Fach

Es gibt Tage, da will man einfach nur auf dem Sofa sitzen und bei einem guten Glas Whiskey den Abend und die Ruhe genießen.  Du bist einfach nur platt von der Arbeit und da ist der Drang mit den Freunden um die Häuser zu ziehen auf Null gesunken. 

Man sitzt dann so rum und grübelt über den "Sinn des Lebens" nach und schläft irgendwann ein. 

3 Uhr Morgens, es klingelt an der Haustür. Die Freunde stehen plötzlich in deinem Wohnzimmer und du realisierst schlaftrunken, sie haben beim Umherziehen dein Haus gefunden.  Jetzt begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach dem "Sinn des Lebens". Spätestens beim Nachstellen der Londoner Lokalität "Speakers´ Corner" werden dir zwei Dinge bewusst:

  1. Ich brauche einen Wohnzimmertisch auf dem man stehen kann!
  2. Ich benötige ein sicheres Versteck für den guten Whiskey!

Somit war das nächste Schmiedeprojekt geboren. Hier das 60kg Ergebnis!

 

We present the "speaker-proved-living-room-table", with the special extra "whiskey-secret-drawer"!

 


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Schmiedekurs / Damastmesser aus einem alten Maschinengewehr-Lauf


Damastmesser / mehrlagiger Sterndamast mit Schneidlage und Hirschgeweihgriff / Nicker
Damastmesser / mehrlagiger Sterndamast mit Schneidlage und Hirschgeweihgriff / Nicker

Wir sind da so in einem Verband, dem "Internationalen Fachverband gestaltender Schmiede". (IFGS) Ein Satzungspunkt ist die Weitergabe von Wissen.  Wie machst das am Besten? Richtig, mit einem Kurs! Jetzt behaupte ich mal ganz frech, unsere Kurse laufen ganz anders ab, als die meisten anderen Schmiedekurse. Das ist jetzt nicht wertend gemeint. Schlechter, besser, das darf jeder selber entscheiden. Wir sind vielleicht experimentierfreudiger, freundschaftlicher, dem Blödsinn nicht abgeneigt und dem Motto verpflichtet, " Wenn es nix wird, dann wird es halt ein Kerzenständer! "


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Geschmiedete Küchenuhr


Geschmiedete Uhr aus Eisen und Kupfer
Geschmiedete Uhr aus Eisen und Kupfer

Ein Plastikteil von Uhr in einer Schmiedeküche?

Geht gar nicht!

Da musste was gemacht werden, nämlich aus Eisen und Kupfer!

 

Die Zeit läuft!

 

Deshalb heute eine Videopräsentation!


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Schmuck , Portraits, ...


Schmuck, Portraits, Geschenke.... im schwäbischen "Kloigruschd"!

Dinge die man nicht zum "Überleben" braucht, aber das Leben schöner machen.


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Große Töne!


Schmiedeluppe
Schmiedeluppe

Es kommt ab und zu vor, dass wir recht große Töne spucken in unserer Schmiede.

So sind wir eines Abends nach getaner Arbeit zusammengestanden und haben uns gefragt was wir den noch so machen könnten.

Nachdem "Pinky and the Brain", also wir, die Welteroberung bereits vorbereitet haben und die Sache läuft, wurde es Zeit sich einer neuen zukünftigen Aufgabe zuzuwenden.

 

Irgendwie sind wir dann so auf experimentelle Archäologie zu sprechen gekommen. In Frankreich bauen sie doch eine Burg aus dem Mittelalter nach. Wie heißt die noch gleich? Ah ,richtig "Guédelon"!

Bei sowas mitmachen wäre schon cool! 

Sag mal, gibt es das eigentlich nur in Frankreich?

Nach einiger Recherche sind wir dann auf  "Campus Galli" aufmerksam geworden. Das ist doch mal was, das der Welteroberung nahe kommt. Das schauen wir uns mal an. Flux hingedüst und sich die Sache mal genau angeschaut. Das ist echt ein MEGAPROJEKT, was die dort angeleiert haben.  Noch ein paar Mal hingefahren und einige Sachen besprochen und die Entscheidung war gefallen, 

WIR MACHEN MIT!


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Küchenstühle, die Dritte!


Ein Küchenstuhl von Hand geschmiedet. Ein Design-Stuhl aus der Telchinen-Schmiede.
Geschmiedeter Küchenstuhl

Endlich ist die Küche fast fertig renoviert!

Bis auf die Schmiede-Uhr ist es nun vollbracht.

Die letzten Holzstühle sind nun den geschmiedeten Stühlen gewichen.

 

Dieses Mal wurde gleich die neue Biegemaschine eingesetzt. Damit wurde die Formgebung der Lehne als Blatt wesentlich erleichtert.

In Coronazeiten ist so eine maschinelle Hilfe ganz willkommen.

Trotzdem blieb genug Handarbeit über um ins Schwitzen zu kommen. 


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Shibuichi-Block gießen und zu einer Griff-Platte (Tsuba) schmieden.


Oberfläche eines Shibuichi - Guß - Blockes

Tja, was ist Shibuichi? 

Kurz gesagt eine Silber-Kupfer-Legierung.  1/4 Silber und 3/4 Kupfer werden geschmolzen und dann gegossen. (Wiki-Artikel)


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Ein lang ersehntes Rad!


Design - Fahrrad aus der Telchinen-Schmiede

Zwischen Schmiede-Freunden läuft immer wieder sowas wie ein "Wettbewerb", wer den was gerade macht. Bilder werden hin und her geschickt und kommentiert und bewundert. Nachdem mir Christian Bilder von seinem neuen Schwert-Kunstwerk geschickt hat, war ich in Zugzwang auch was zu senden. 

Die Esse war gerade mit Schmiedekursen sozusagen belegt, deshalb wurde ein anderes Projekt in Angriff genommen. Ein Fahrrad für meine Frau!

Christian hat das Bild gesehen und wollte die Story dahinter wissen. 

 

Also, hier die Geschichte hinter dem Fahrrad:

 

Es ist sozusagen die Folge einer Sammelklage über mehrere Jahre.

"Irgendwie rollt mein Rad schwer!",  "Tacho ist immer noch nicht dran und das Licht geht auch nicht!", "Popo tut weh!", "Handgelenke schmerzen!" ,  "Macht gar kein Spaß , wenn alle um mich rum ein E-Bike haben. Ich will aber keins!" ,usw....

Jetzt mag es ja den Anschein haben, dass ich meiner Frau nicht zuhöre , aber genau das Gegenteil ist der Fall! Die Information kommt im Hirn an und wird abgespeichert, schließlich ist genug leerer (hohler) Speicher da. Das Problem ist dann die Prozessor - Geschwindigkeit. Hat glaub mehr Ähnlichkeit mit einer Enigma, welche mit Röhren gepimpt wurde ,als mit einem modernem PC. Zuviel Input macht das System halt langsam. Ich hab mir sagen lassen ,dies ist ein reines Problem des Mannes!😉 Jedenfalls musste ich mal darüber nachdenken , damit ich die ultimative Antwort , sprich die Antwort auf alle Fragen des Universums fand. Lieschen hatte Glück ,es kam nicht 42 raus! 🤣

Nach mehr als 2 Jahren Rechenarbeit spuckte dann die Grafikkarte das Ergebnis aus.

Nach Sichtung des Plans war klar , das gibt es so nicht zu kaufen . 

Los ging 's !

Außendienst antanzen lassen.

Geht nicht, gibt es nicht!

Gib mir mal den Chef ans Handy!

So, jetzt gibt 's!

Wie, kostet Aufpreis! Dieses Wort könnt ihr gleich streichen!

 

Alle Teile kommen einzeln , werden nachgearbeitet, umgearbeitet,  geschliffen , lackiert, verbaut, dann für " sieht Scheiße aus" erkannt, abgebaut, nochmal von vorne ... usw.

 

Fertig!

- Stahlrahmen 

- Gates-Riemenantrieb mit Nexus 8-Gang Getriebenabe / absolut wartungsam 

- extra helle Lichtanlage

- sehr stabiler Gepäckträger

- verstärkte und verlötete Laufräder

- Leder , Baumwolle , Holz statt Plastik

- vorbereitet für eine Erweiterung zum E-Bike

 

Kurzum, ein Alltagsrad ,mit dem auch eine Weltreise machbar ist!

Was noch fehlt ist die Designerglocke aus einer kleinen Manufaktur in Japan. Soll einen Klang wie eine Glocke haben und genauso nachklingen.


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Biegemaschine


Biegegabel
Biegegabel

Ein Anruf.

"Ich hab da was hinterm Haus!"

"Aha!"

"Wurde bei einer Inventur aussortiert und soll nun in den Schrott. Willst haben?"

"Nehmen wir!"

 

Jetzt hätte man noch fragen können ,was da in den Schrott soll.  Wäre eine Option gewesen.

 

Was soll ich sagen, 120mm x 60mm Vierkantstahl und andere große Sachen lagen da rum. Mussten erst mal einen Hänger organisieren, der die nötige Zuladung hatte. 

Jetzt lag das Material in der Schmiede rum und ich hatte noch die Sprüche in den Ohren als ich die vier 6m-Stangen 40x40 Vierkantstahl zum Möbelbau anschleppte. "Wer soll den das von Hand schmieden? Du bist doch irre!", etc... das war so ungefähr die Hauptreaktion.

Und jetzt liegt noch größeres Zeug rum. Das Argument, mit einer großen Biegegabel wird das schon gehen, wurde irgendwie nicht so ernst genommen.


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Gebrauchsanweisung für die ortsveränderliche, schnurlose Kommunikationsanlage im Kurz-Messenger-Stil mit Fehlinterpretationsverhinderer

 

Was bringt man einem Schmied als Gastgeschenk mit?


Flasche Wein? Och nö, trink ich selber.

Bier? Mag er nicht.

Messer? Kann er selber und besser machen.

Blumen? Ich weiß nicht. 

Schokolade? Muss man sich über Geschenke freuen?


Und ,da war plötzlich der Gedanke!

"EIN KOMMUNIKATOR!"


Gebrauchsanweisung

für die ortsveränderliche, schnurlose Kommunikationsanlage im Kurz-Messenger-Stil mit Fehlinterpretationsverhinderer

 

Vor Ihnen liegt eine neue Generation der Kommunikationsanlagen.

Das Gerät ist abwaschbar, standfest und insgesamt pflegeleicht. In regelmäßigen Abständen (etwa halbjährlich) sollte es mit Owatrol behandelt werden. Bei der Anwendung von Owatrol und der richtigen Pflege des Geräts ist Ihnen der Hersteller, die Telchinen-Schmiede, 89335 Ichenhausen, gerne behilflich. Auf Wunsch können Sie gerne einen persönlichen Termin mit der Telchinen-Schmiede vereinbaren. Persönliche Betreuung und die Nutzung der Schmiede sind im Service enthalten.

 

Für die Nutzung dieser Kommunikationsanlage hierzu einige Tipps:

 

  • Das Gerät ist möglichst an einer zentralen, gut sichtbaren Stelle in Ihrem Wohnbereich aufzustellen. Die Besonderheit des Geräts liegt darin, dass es je nach Wunsch auch an wechselnden Orten aufgestellt werden kann, ohne dass Sie einen Fach-Handwerker für die Verlegung von neuen Stromleitungen oder sonstigen Kabeln hinzuziehen müssen.

  • Das Gerät dient dazu, Kommunikation im Kurz-Messenger-Stil zwischen den Bewohnern zu ermöglichen, die es aufgrund verschiedenster Widrigkeiten nicht geschafft haben, sich persönlich zu treffen..

  • Das Gerät kann gerne für kurze Botschaften („komme heute später“, „bin noch in der Stadt“, „Das Essen steht auf dem Herd“, „bin im Keller“, u. ä.) verwendet werden. Hierzu ist ein Stück Papier zu nehmen und die Botschaft mittels Kugelschreiber o. ä. aufzuschreiben. Es empfiehlt sich deshalb, neben dem Gerät ständig Papier und Schreibgeräte bereit zu halten.

  • Eine besonders schöne Überraschung ist es ,wenn die Nachricht z. B. mit kleinen Geschenken (Süßigkeit, Konzertkarte, neuer Ring oder Kette für die weibliche Bewohnerin, neuer Hammer oder Zange für den männlichen Bewohner) aufgewertet wird.

  • Der Fehlinterpretationsverhinderer ist automatisch mit eingebaut und unsichtbar. Damit dieser seine Wirksamkeit entfalten kann ist es unabdingbar, dass Sie Ihre Botschaft klar und deutlich formulieren. Beispiel: wenn Sie schreiben „Das Essen steht in der Küche“, wird der Empfänger der Botschaft zunächst die ganze Küche absuchen müssen, wo das Essen steht. In seltenen Fällen kann es dadurch, dass das Essen nicht rechtzeitig gefunden wurde, zu Hungerattacken, Wutausbrüchen oder Schwächeanfällen kommen. Deshalb ist hier eine genaue Definition, z. B. „das Essen steht auf dem Herd / im Kühlschrank“ vonnöten.

  • Bitte beachten Sie: das Gerät weist ein mittelschweres Gewicht auf. Es wird daher empfohlen, das Gerät nicht an eine Tischkante o. ä. zu stellen, da dann möglicherweise die Gefahr des Herunterfallens besteht und der sich darunter befindliche Fußboden beschädigt werden könnte. Für Unfälle dieser Art übernimmt die Telchinen-Schmiede keine Haftung.

  • Bitte schützen Sie das Gerät auch vor zu großer Feuchtigkeit, da es ansonsten Rost ansetzen könnte. Sollte dies trotzdem eingetreten sein, kann gerne der Hersteller kontaktiert werden.

 

Sollte das Gerät nicht für Botschaften zwischen den Bewohnern genutzt werden, kann es gerne auch auf dem Schreibtisch eines Bewohners/einer Bewohnerin als Gerät für Post it's verwendet werden. Auch hier erfüllt das Gerät zu 100% seinen Zweck.

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrer neuen Kommunikationsanlage. Sollten Sie dennoch unzufrieden damit sein, oder das Gerät weist Fehlfunktionen auf, können Sie dies gerne auf www.telchinen-schmiede.de kundtun. Die Telchinen-Schmiede erklärt sich in diesem Fall bereit, zusammen mit Ihnen ein neues Gerät oder ein anderes, gewünschtes Ersatzstück zu erschaffen.

 

Ihre

 

Telchinen-Schmiede

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Handgepäck für einen Schmied!


Arbeitsstation in der Telchinen - Schmiede mit Lochplatte und Steckamboss aus dem 18. Jahrhundert
Arbeitsstation in der Telchinen - Schmiede mit Lochplatte und Steckamboss aus dem 18. Jahrhundert

Kann man einen Amboss zu viel haben? 

NEIN!

Irgendwie geht da immer noch einer, wie der neuste Zugang beweist.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einer alten Maschinenbügelsäge. Gefunden hab ich die hinter München. Da lag dann wie zufällig ein Steckamboss daneben und suchte einen neuen Besitzer.

 

Um ihm das Schicksal des ungenutzten Rumstehens zu ersparen musste eine Idee her.

Eine alte Lochplatte suchte zeitgleich nach einer Nutzung und somit war klar, die Zwei müssen zusammen kommen.

 

Herausgekommen ist eine neue Arbeitsstation in der Schmiede. Lochungen, Feinarbeiten, Formschmieden, Dengeln, Schmuckbearbeitung, etc... , dass soll nun an dieser kompakten Station in Zukunft bewerkstelligt werden. 

 

Damit die Schmiedestation transportabel wird , sind noch zwei Haltegriffe drangeschweißt worden.

Jetzt hat es genau die richtige Größe um es als Wochenendgepäck, oder kleines Handgepäck, überall hinzunehmen! :-)

 

Die Lochplatte kann man übrigens hochkant quer einsetzten in der Halter um die Seiten besser nutzen zu können. Der Steckamboss  wird von einem mit Sand gefüllten Stahlrohr in Position gehalten.

 

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Feuerverschweißen genauer betrachtet!


Erstmal muss ich was los werden. Es freut mich riesig, dass die Webseite so wahnsinnig viele Leser hat. Insbesondere der vorangegangene Artikel über das Thema "Schweißen im Feuer" erreichte mittlerweile über 20.000 Schmiedebegeisterte weltweit. Dankeschön!

 

Das letzte Mal haben wir das Thema "Feuerschweißen" versucht so einfach wie möglich darzustellen. Natürlich bleiben da nach der Lektüre noch Fragen offen. Hans Gruber hat in seinem Kommentar zum letzten Artikel die folgende Frage aufgeworfen : "Einerseits sollen die zu verschweißenden Materialien im ähnlichen Temperaturfenster liegen und anderseits empfehlt ihr Kohlenstoffstahl mit Reineisen zu verschweißen.... widerspricht sich das nicht. oder stehe ich auf der Leitung?"

 

Gibt es da eine einfache Antwort?

Liegt ein Widerspruch in der Erklärung vor?


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Schmiede - Küche


Die Telchinen-Schmiede hat sich beim Küchenumbau wieder mal ausgetobt und viele Schmiedeteile und Schmiedefiguren in der Küche eingebaut.
Schmiedeküche / neu gestaltete Küche mit vielen Schmiedeteilen

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Zangen


Da steht nun der Amboss in der Schmiede, die Esse brennt, der Hammer liegt griffbereit rum und das Werkstück glüht zufrieden in der Kohle.

Soweit so gut, bloß wie kommt das glühende Werkstück wieder raus aus der Esse? Einfache Frage, einfache Antwort. Mit einer Zange!

Mal schauen was da so rumliegt in der Werkstatt. 

Eine Kombizange. Prima, wird schon gehen, oder?

Spätestens jetzt wird dir bewusst werden, warum es verschiedene Zangen gibt.


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Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!


Jetzt jammern wir mal auf einem ganz hohen Niveau!

 

Es hat in der Schmiede leicht gequalmt! Oh Gott!

 

Du hast vielleicht schon die Artikel über den Umbau der Schmiede und die Schmiedeesse gelesen,  oder?

Ein riesen Aufwand für den Rauchfang. Hat sich alles gelohnt, aber wenn alle zwei Essen auf Volllast  laufen, dann gab es leicht Qualm und es kam Kohlenstaub in den Arbeitsraum.

Jetzt gibt es natürlich den normalen Weg und man sucht eine "angemessene" Lösung.

NICHT UNSER WEG!

 


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Auf zur Schmiede-WM 2019!


Auf geht es zur Schmiede-Weltmeisterschaft 2019 nach Stia in Italien!

Dieses mal nur für unsere Werkstücke, da sich Zuschläger Andreas die Hand verletzt hat. Im Jahr 2021 sind wir dann live in Stia mit dabei und steigen mit in die Arena.

 

Wir haben ein paar Kleinigkeiten für die Ausstellung vorbereitet, mitunter ein paar Übersetzungen. 

Also, wenn ihr Zeit habt schaut in Stia vorbei und genießt die einzigartige Atmosphäre!

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Tipps zum Schweißen im Feuer


Immer wieder werden wir gefragt, wie wird den so ein Damast (-Messer) gefertigt?

Die Antwort ist dann recht "einfach", durch "Verschweißen von verschiedenen Eisen- und Stahlsorten im Feuer".

Jetzt ist dann meistens der Zeitpunkt, wo der fragende Blick des interessierten Leihen einen anstarrt, oder der Schmiedeprofi  die Augenbrauen hochzieht und die nächste Frage hinterherschiebt, "warum klappt das bei euch meistens und bei mir nicht?"

 

Versuchen wir mal eine "befriedigende Antwort" zu finden. Auf geht ´s!


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Messer TS-6


Messer  TS-6 aus der Telchinen-Schmiede
Messer TS-6 aus der Telchinen-Schmiede

Während wir auf der Leistungsschau 2019 in Ichenhausen 3 Tage lang Damast-Pakete geschmiedet haben liegen die jetzt nun rum und warten auf ihre Verwendung.

Aus einem dieser Pakete ist nun das Messer TS-6 geworden. 

C125, 90Mn, 75Ni, Schlangenholz, Leder und ein Messinglot als Niet umfunktioniert, es lag halt einfach so in der Werkstatt rum! :-) 

 

Wollte was "Grobschlächtiges" , was im Kontrast zur Klingenmaserung  steht.

 

Das kam dabei raus!


STOP! 

Jetzt ist noch was dazugekommen. Eine Lederscheide, natürlich im Used-Look und mit Kreuznaht vernäht. Das Highlight ist aber der Drache, welcher sich um das Messer windet. Designt und eingebrannt wurde dieser Drache von Ramona Böhm. Dankeschön! 

 


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Zwei harte schöne Wochenenden!


Nach einem dringend benötigten Urlaub, was macht man da?

Richtig! Man lässt gleich zwei Wochenenden an der Esse folgen.

 

Erster Akt:

Rein in unser feuerrotes Spielmobil und ab Richtung Thüringen in das 320 km entfernte Steinbach-Hallenberg zum Schmiedetreffen. So der Plan!  Nach so 100 km verpuffte der Plan wie die pünktliche Eröffnung des Berliner Flughafens. Stau!! 

Jetzt schöpfe ich mal aus der unendlichen Weisheit, die ab und zu aus unserem Munde kommt.  Da stehen wir also im Stau und Mumu sinniert seit 2 Stunden verbal über Gott und die Welt. Ich sitze wortkarg daneben und bin, nach einer Arbeitswoche mit viel Gelaber, froh, dass ich wenigstens kein Auto habe, welches auch noch mit mir reden würde.  Ich liebe es einfach, schweigend und ohne Hirnaktivität vor mich hinzufahren! Da sitzen wir also im Auto und schauen uns den "stehend fahrenden" Verkehr und die Insassen der Fahrzeuge an. Da kommt plötzlich von der Beifahrerseite folgender Satz in meinen Gehörgang gekrochen und folgendes Gespräch kam dann in Gang.

Mumu: " Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass da ganz viele Menschen in den Autos sitzen und die gar nicht miteinander reden ?"

Ich (Roland): "Aha."

Mumu: " Meistens sind das ältere Ehepaare. "

Ich: "Mh."

Mumu: " Die haben sich echt nichts zum erzählen. Die könnten doch über....sprechen, oder sich über....unterhalten,............., gibt es doch echt nicht, dass einem da nichts einfällt.....

Nach einer gefühlten Ewigkeit der Beschallung, eine Pause!

Ich: " Manchmal wünschte ich, wir wären ein altes Ehepaar!"

 


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Das war die Leistungsschau 2019 Ichenhausen


geschmideter Kolibri aus einem Vierkantstahl
Ein Schluckspecht!

Alle drei Jahre wird auf dem Betriebsgelände der Firma Probst Bus von Herrn Zenker Franz  die Ichenhauser Leistungsschau der örtlichen Wirtschaft veranstaltet. 

Auch dieses Mal war die Telchinen-Schmiede wieder dabei und hat die drei Tage durchgeschmiedet.  Die Hammerschläge und der Klang der Ambosse hallten über das Gelände und der ein oder andere hat sich gewünscht, dass wir unsere Feldesse daheim gelassen hätten.  Wir waren aber der Meinung, wenn schon nach alter Manier schmieden, dann mit Steinkohle! Neben der Kohleesse haben wir auch eine Gasesse aufgestellt um das Werkstück auch mal ablegen zu können und einen kleinen Schwatz mit Interessierten zu halten.

Danke an alle die uns besucht haben! Wieder konnten wir alte Bekannte und viele neue Besucher für diese alte Handwerk begeistern. 

Da die Damastpakete irgendwie zu groß geraten sind (mein bekannter Hang zur Übertreibung) mussten wir uns zu Dritt  am Amboss über das Werkstück hermachen (VIDEO anschauen!).

 

Unseren herzlichsten Dank an das Organisationsteam, den IFGS, Tonjagd, alle Aussteller, Partnerinnen ,und alle die uns die drei schönen Tage ermöglicht haben!


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Damast schmieden!

Oft werden wir gefragt, was wir den in der Schmiede so machen. Ab und an schmieden wir zum Beispiel Damast. Sebastian hat mal seine Kamera gezückt und unsere Arbeit dokumentiert. Wir hatten unseren Spaß, hoffe du mit dem Video auch!

Das Endergebnis findest du in den Messern der "Black&White"-Reihe.


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Bericht zur Leistungsschau 2019


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Wie dengle ich eine Sense?

Wie dengle ich eine Sense? Hier zeigen wir dir wie eine Sense richtig auf Schärfe gebracht wird.
Hoher Besuch in der Telchinen-Schmiede! Rudolf Schlecker, Schmied aus Ichenhausen, beim Sense dengeln

Kurz vor seinem 90. Geburtstag hat uns der Schmied Rudolf Schlecker aus unserer Heimatgemeinde Ichenhausen besucht und es uns ermöglicht das Dengeln einer Sense und die kleinen Kniffe zu dokumentieren.  Ein riesen Dankeschön an Rudolf und viel Spaß bei der Lektüre der Anleitung und dem Video dazu.

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Leistungsschau Ichenhausen 2019

Am 3 bis 5.Mai 2019 ist es wieder soweit! Die Leistungsschau Ichenhausen findet statt und wir sind mitten drin. 

Freigelände, Stand 55, da brennen die Feuer und es klingt der Hammer.

Wir freuen uns auf dich!


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Messerserie "Black&White" TS-4, TS-5


handgeschmiedetes Damastmesser mit Vogelahorn, Eisenholz und Zebrano
Messer aus der Serie "Black@White"

Mittlerweile haben wir uns ein kleines Holzlager angeschafft, mit etlichen verschiedenen Hölzern. Darunter ist auch Eisenholz. Rabenschwarz, sehr hart und wie sich zeigte sehr spröde.  Jedenfalls hab ich bei der Griffbearbeitung einige Fehler gemacht, sodass etliche Kleinteile übrig blieben.

Für den Ofen war das Eisenholz eindeutig aber zu schade. Also was daraus machen?

 

Ich mag Kontraste und da schwarz in Form von Eisenholz vorhanden war, musste was Helles her. Schublade auf und was liegt da rum? Ein Stück Vogelahorn. Hell und mit einer wunderschönen Maserung. Jetzt noch eine Klinge dazu, hier beim "TS-4" ein Damast aus 2 Strängen Torsionsdamast und als Schneide einen Schichtdamast.  Rausgekommen ist ein universell einsetzbares Messer, welches bei mir jetzt in der Küche seinen Dienst  perfekt verrichtet.

Das zweite kontrastreiche Messer "TS-5" ist genauso dünn ausgeschmiedet, aber als reiner Schichtdamast. Kleines Gimmick  ist der schräg eingearbeitete Erl im Griff. Bescheuert, wie viel Arbeit es macht, was nicht gerade zu machen.

 

Wer weiß, was in Zukunft so alles aus "Abfallholz" raus kommt? Uns jedenfalls gefallen die Kontraste bei unseren rasiermesserscharfen "Gebrauchsmessern"  :-)


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Küchenumbau Zwischenstand


Geschmiedeter Stuhl für die Küche. Gefertigt ist der Stuhl aus 40mm Vierkant-Stahl, verleimtem Mehrschichtholz und edlem Leder.
Handgeschmiedeter Küchenstuhl

Was gehört zum Küchentisch?

Küchenstühle!!

 

Jetzt ist der ganze Küchenumbau eigentlich Neuland. Gut, handwerklich ist man nicht ganz unbegabt und  die Aufgabe stellt einen nicht vor unüberwindliche Herausforderungen.

Nun, bei einem Stuhl sieht das ein wenig anders aus.

Also mir geht es immer so, dass ich verrückt werde, wenn wir gemütlich beisammen sitzen und ich nach ein paar Minuten nicht mehr sitzen kann.

Ich rutsche, hample und lümmle dann auf dem Stuhl ständig rum, damit mir das Kreuz nicht die ganze Zeit schmerzt.

 

Haben uns bei den Maßen an "bewährten" Stuhlmodellen angelehnt und der Rest war dann Biegen, Probesitzen, Biegen, Probesitzen, Biegen, Probesitzen,....

Weiß der Geier, wie oft ich das Teil von der Schmiede den Berg hinauf in die Küche geschleppt hab, bis er die Qualitätskontrolle überwunden hatte.

Dafür sitzt man jetzt richtig und es lässt sich Speis und Trank ohne "Gezappel" genießen!

 

Jetzt fehlen noch 4 Stühle. Mal schauen was uns da einfällt!

 

 

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Flaschenöffner


Ein sehr wichtiges Werkzeug in der Schmiede, der "FLASCHENÖFFNER"!

 

Zuschläger "Mumu" hat hier eine wahre Leidenschaft entwickelt. Sieh selbst!

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Kerzenständer

Es gibt bei uns in der Schmiede ein geflügeltes Sprichwort:

"Wenn es nix wird, dann wird es ein Kerzenständer!"

Dieses "Geheimnis" darf natürlich niemals an die Öffentlichkeit gelangen! :-)

 


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Newsletter IFGS 2/2019



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IFGS Newsletter 01/2019



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Ein Stern am Schmiedehimmel!

Die Telchinen der Schmiede spalten einen Vierkant für einen Küchenstuhlfuß.

Während wir so am neuen Küchenstuhlfuß rumgeschmiedet haben ,wurden wir vom Fotografenteam Weiler und Baur abgelichtet.

Und es kam, wie es kommen musste. Mit unseren gestählten Körpern haben wir es auf die Startseite der Fotocommunity des "STERN" geschafft.

Danke ans Fotografen-Team!


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Termine für Schmiede

Aufgepasst!

 

Das Jahr 2019 ist schon im vollen Laufe und die Termine für Schmiede und Metall-Interessierte flattern nur so rein. 

 

Einen Termin möchte ich extra hervorheben.

Am 03. - 05. Mai 2019 findet in unserer Heimatgemeinde Ichenhausen die Leistungsschau der Wirtschaftsvereinigung statt. Auch wir werden wieder mitmachen und ausstellen. Wer uns und unsere "kleinen Kunstwerke" und deren Entstehung live miterleben will, schreibt sich den Termin gleich in den Kalender!

Wir freuen uns auf dich!

 

Weitere Termine findest du auf  unserem Kalender!

 

Hast du Termin- und Veranstaltungen zum Thema Schmieden und Metall, dann gib uns doch Bescheid! Danke!


Feuer und Eis


Die Telchinen - Schmiede im Winterkleid!

Um die Schmiede hat sich ein weißer, kalter Mantel der Stille gelegt.

Kühl, frisch und unberührt hat sich der Schnee auf alles gelegt.

Schmiedeesse in der Telchinen-Schmiede, kurz nach dem Anzünden.

In der Schmiede lodert das Feuer in der Esse.

Dank der Wetterlage mit unerwarteten Auswirkungen auf den Rauch, der sich am Rande der Feuerschüssel wie ein Nebelsee verhält.



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Joga in der Schmiede


Heute war mal wieder so ein Tag an dem "seltsame" Ideen geboren werden. Ein Tischfuß als Flechtwerk! Irgendwie hat keiner so richtig die 1,50m Länge bedacht, welche sich als spaßige Angelegenheit erwiesen! Da sagt noch einer Schmieden ist kein Sport!

Was Armin da so macht, sieht fast wie Joga aus. Witzig!

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Amboss, die Neuen!


Hey du!

Ja, hey, du da!

Kennst du Hans Söllner? Frisierte Rasenmäher, Marihuana für den Opa,... und so.

Da gibt es eine lustige Passage, als er über eine Polizeikontrolle berichtet und der Polizist ihn danach fragt was denn sein Nummernschild im Kofferraum macht. Die Antwort darauf war: " Schau mer mal, vielleicht schiebt `s ja a Nummer mit dem Reserve-Kanister!"

 

Tja, hätten wir mal öfter in die Schmiede geschaut, was denn unsere Ambosse so machen.

Einmal nicht aufgepasst und es ist passiert. Es ist NACHWUCHS da!

 

Neu im Bunde sind ein 100kg Peddinghaus und ein 35kg H&S von 1819. 

 

Mal schauen, was es für die "Kleinen" als Unterbau gibt.

 


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Kindergarten Storchennest Ichenhausen

In diesem Jahr feiert der Kindergarten "Storchennest" sein 25-jähriges Bestehen.

Da unsere Störche in Ichenhausen sich einen "Zweitwohnsitz" direkt neben der Schmiede auserkoren haben, lag eine Storchenskulptur schon lange in der Luft.

Nachdem dann noch die Spendenidee nach der Schmiedeweihe entstanden ist, war logisch wohin unsere "Geschenke" gehen.

 

Nach der Eröffnung der Feierlichkeiten durch einen ökumenischen Gottesdienst und kurzweilige Ansprachen waren wir mit unserer Überraschung dran, unserem geschmiedeten Storch und ein kleines Kuvert mit Geld drin.

 

Hoffe ,wir konnten unseren Dank und Respekt, an alle Betreuer und Menschen, welche den Kindergarten am Laufen halten, damit vermitteln. Euer täglicher Einsatz ist eine tolle Sache und unverzichtbar! 

 

PS: Eines sollte noch unbedingt erwähnt werden. Ichenhausen ist eine der Gemeinden, welche immer genügend Kindergartenplätze zur Verfügung stellt!

 

 


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Küchentisch

Ein Küchentisch mit einer geölter Wildeichentischplatte und einem geschmiedetem Tänzer als Tischfuß.
Der neue Küchentisch "Tänzer" mit einer Tischplatte aus geölter Wildeiche!

So, jetzt habe ich im letzten Blogartikel angekündigt, dass der Tisch vom Rätsel erst im Artikel über die Küche kommt.


Scheiß drauf! Ich muss den jetzt schon zeigen, auch wenn die Bilder nicht Top sind.


Da ist doch mal wieder ein absolutes Unikat aus der Telchinen-Schmiede "rausgetanzt"! 

Sind jedenfalls "stolz wie Bolle" ! 


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Die Lösung!

Hier ist sie: 42!

(Für alle, welche englischen Humor lieben, die Lösung stammt aus dem Roman "Per Anhalter durch die Galaxis!".)

Tischfuß für den neuen Küchentisch.
Tischfuß für den neuen Küchentisch.

Spaß beiseite, die richtige Antwort auf unser Rätsel "Was wird das?", lautet

KÜCHENTISCHFUẞ!


Was absolut der Wahnsinn war, war die Beteiligung am Rätsel. 1004 Personen haben mitgemacht beim Rätseln! Der Hammer!!! 

Aus allen Teilen der Welt kamen Antworten. Das Übersetzungsprogramm lief heiß, oder weißt du was Klopapierhalter auf vietnamesische heißt? 

Jedenfalls, 9 Gewinner mit der Antwort "Tischfuß" gibt es. Für vier Gewinner wird es auf alle Fälle eine verdammt lange Anreise, um das gewonnene Bier in der Schmiede zu genießen! :-)


Den fertigen Tisch seht ihr dann im Artikel über das LANGZEITPROJEKT "KÜCHE", welches sich langsam der Zielgeraden nähert. (Betonung liegt hier auf langsam) 

Also, lasst euch überraschen und bis bald! 

Was wird das?

Servus! 

 

Heute mal ein kleines Rätsel.

 

Im Bild siehst ein Schmiedestück. 

Was soll es am Schluss werden?

 

Schicke eine Nachricht mit deiner Vermutung und wenn du richtig liegst, dann freue dich auf ein kühles Bier bei einem Besuch in unserer Schmiede!

 

Viel Spaß beim Rätseln!

 

PS: Spiel geht bis zum 01.11.2018

Schöner wird 's nimmer!

Es gibt Sachen, die darf man der Öffentlichkeit einfach nicht vorenthalten!

Dies zu tun wäre ein Verbrechen, und in diesem Fall, an der Schönheit der Schöpfung! 


Aufgrund dieser tiefen Überzeugung dürfen wir ihnen "Uns" präsentieren. Genießen Sie die Perfektion und Vollkommenheit! :-) 


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Schmiedestammtisch in der Bergschmiede Joas 17 bis 19-08-2018

Prolog


Auftrag:

Unser Stand soll zu Stefan nach Ebershausen.

Schwierigkeit:

Baustellen und die dazugehörigen Umleitungen; es sollte noch ein Beifahrer mit Verdauungproblemen erwähnt werden 

Entfernung Luftlinie:

18km Ichenhausen - Ebershausen ; welche beide im Landkreis Günzburg liegen! 

Tatsächliche Strecke:

Und da beginnt das Problem! Drei Chaoten im roten Spaßmobil, die sich nicht einig sind, wie man fährt. Am Schluss haben wir dann 3 Landkreise durchfahren, 48km verblasen, zwei von uns haben das erste Mal neue Regionen gesehen und am Ende haben wir fast noch den Amboss verloren.

Alles in Allem war es ein gelungener Transport! 


Ebershausen, ein Ort an dem sich Schmiede wohl fühlen!

 

Stefan hat wieder in seine Bergschmiede zum Stammtisch eingeladen.

Gleich mal vorweg, alle, die nicht dem Ruf gefolgt sind, haben was verpasst!

 

Diesmal brannten nicht nur die Feuer in der Schmiede, sondern wir haben draußen auch mit unserem Stand aushelfen dürfen.

Überall auf seinem Anwesen brannten somit Schmiedefeuer und es wurde gehämmert, gequasselt, gelacht, probiert, Erfahrungen ausgetauscht,....

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"Alte Schmiede" - Öschelbronn

Das Team der Alten Schmiede Öschelbronn gemeinsam auf dem Gruppenfoto mit der Telchinen-Schmiede.

Die Alte Schmiede Öschelbronn in der Innenansicht.

Wenn die Unternehmungen uns ein wenig weiter weg führen, dann setzen wir uns meistens in mein rotes Spielmobil. Für seine 350.000km steht der Kleinbus noch sehr gut da, fordert aber ab und an auch Streicheleinheiten ein.

Nun gibt es immer wieder Stimmen, die über die Streicheleinheiten lästern und die Zuverlässigkeit des Busses in Zweifel ziehen. 

Dies ist dann, glaube ich, auch einer der Gründe gewesen, warum Armin uns mit seinem Caddy fahren wollte. 

Die Fahrt beginnt und 3km später stehen wir (Armin, Mumu, Rainer und ich) im Stau und das wohlgemerkt in einer 9000 Einwohner zählenden Weltstadt. Sensationeller Start! 

"Hat jemand ein Bier wenigstens mitgenommen?"

Puh, Glück gehabt, in der Kühltasche ist Bier drin, aber warum auch WASSER? 

4km später, nach dem Stau, wurden wir erleuchtet. Armin fährt rechts ran, schnappt sich eine Flasche Wasser, schüttet den Inhalt in den Kühler und garniert diesen Vorgang mit der lässigen Bemerkung, "Haarriß, geht seit 2 Jahren so 🙂!"

Soso, und mein Bus hat eine "Öl-Diesel-Inkontinenz".

"LÄSTERPACK!" 

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Pressen

Ist sie zu schwer, bist du zu lasch!

Unsere Schnelltaktpresse in der Telchinen - Schmiede mit 6 Tonnen Druckkraft.
Schnelltaktpresse

Komme immer wieder zur Überzeugung, daß die "alten" Maschinen einfach langlebiger sind. Das ist dann auch einer der Gründe, warum es bei uns in der Schmiede manchmal einen musealen Eindruck macht.

"Wo findest bloß den Krempel?", ist dann eine häufig gestellte Frage. 
Bekannte, im Stadel um die Ecke, Firmenauflösungen, Verkaufsplattformen, etc...., da findest die "alten Schätze".
Insbesondere die Verkaufsplattformen bergen bei der Beschaffung hierbei ihre Tücken.
Ich sage nur Gewichtsangaben! 

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Störche an der Schmiede

Drei Junge haben unsere Ichenhauser Störche, die schon recht groß sind und jede Menge Futter brauchen. Ab und zu stolzieren die Storcheneltern auch direkt an der Schmiede vorbei, keine 2 Meter von uns!


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Pfingsten 2018

Christian, geschmiedeter Storch und Roland
Christian, geschmiedeter Storch und Roland

Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich "hoher" Besuch in der Telchinen-Schmiede ankündigt.

Christian aus Köln schwang mit uns den Hammer und in den zwei Tagen ist eine Storchenskulptur und ein Federdamast rausgekommen. 


Wir hatten jede Menge Spaß und sagen herzlichen Dank an Britta und Christian! 


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Aus der Kohleesse geschlüpft!

Nach einem optimistisch gestaltete Einkauf von 40x40er Vierkantstahl liegt das Zeug nun rum und ich hege die Vermutung es wird uns nicht so schnell ausgehen. Mit viel Glück reicht es uns bis zur Rente, obwohl, vielleicht arbeiten wir ja bis 80. Schmiede sind ja mit ihrer Arbeit glücklich! 😊


Egal, gestern hat es mich gepackt und das folgende ist rausgekommen. 

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Schlemmen in der Schmiede.!

Spargelpasta
Spargelpasta

Ab und zu kommt es vor, dass der Schmied nicht nur Durst hat, sondern auch mal Hunger. So gestern geschehen! 


Jetzt willst ja nicht ewig rumkochen. 

In der Rubrik Speise & Trank findest du leckere und schnelle Rezepte. 

Schmiedeweihe 14.04.2018

Tja, so sieht man aus, nach dem Fest zur Schmiede-Weihe. Werde halt auch älter, waren die Kommentare!

 

Wie kommt man eigentlich auf die Idee eine Schmiedeweihe zu machen? 

 

Also, das kam so......

Ha, reingefallen! Hast schon Angst bekommen, so wie Magnum zu enden, wenn Higgins zu labern anfängt.

 

 

Stattdessen hier die Kurzfassung:

- Umbau fertig

- Schmied Stefan Joas fragt: "Wann ist die Weihe?" 

- Antwort: "Bald!" 

- Bedenken mit den Argumenten, Freibier, Essen und Geburtstag, zerstreut.

- Umsetzung

 

 


Die Mannschaft der Telchinen-Schmiede.
Die Truppe der Telchinen-Schmiede

Das sind nun die "Wilden Fünf in der Telchinen-Schmiede", die sich mit Elan und Tatkraft in das Abenteuer Schmiede-Weihe gestürzt haben, oder wurden, oder beides 😀!

 
Wenn man immer vorher so genau wissen würde wieviel Arbeit das ist, dann.... 
 
Eigentlich war der Plan recht einfach. Kurz ein wenig die Schmiede rausputzen, Pfarrer herbekommen und danach ein Bier trinken. 
Schon während der effizienten und ausführlichen 5-Minuten-Planung, wurde diese zunichte gemacht!
Mumu fällt beim Hopfen-Smoothie holen die Treppe runter. Ja toll, jetzt ist jedem aufgefallen, dass unser Geländer-Provisorium nicht das Gelbe vom Ei ist. 
Nun war der Blick schon mal auf die unvollendeten Dinge in der Schmiede gerichtet und nach intensiver Recherche, also nach einem weiteren schäumenden Trunk der Erkenntnis aus der Bügelflasche, sind uns doch ein paar Kleinigkeiten eingefallen, die noch zu machen wären. Genau gesagt, zwei DinA4-Seiten. Ei, was für eine Sch....., dass wird terminlich eng!
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IFGS Newsletter 07/2018



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Zierdolch TS-3


Unser Zierdolch TS-3 mit einer Klinge aus wildem Damast und einem Integralgriff aus Stahl, Kuper, Bronze und Messing.

Tja, es liegt mal wieder verschnittenes Rohmaterial rum und was soll man damit machen außer es in den Schrott zu schmeißen?

 

RICHTIG!! Ein Damastmesser schmieden!

 

Gute Idee, aber da liegt auch noch Kupfer, Messing und Bronze rum. Was machen wir bloß mit dem edlen Zeug?

Griff! Integral und die einzelnen Materialien sollen sich nicht vermischen, sondern getrennt sichtbar bleiben und ihren speziellen Glanz behalten.


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Waldschrat, und andere "VUGEL"


Waldschratt
Waldschratt

"Keine Zeit, kein Geld, null Plan!"

 

Kennst diesen Umstand? Irgendwie steht unser Termin für die Schmiede-Weihe schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Das Lustige dabei ist, man trödelt dann so vor sich hin, ist ja eh noch Zeit!

Fast wie während der Schule und des Studiums, oder? 

Nichts hat sich über die Jahrzehnte geändert. Eine Konstante :-) !

 

Eigentlich müsste aufgeräumt werden und die letzten Provisorien beseitigt werden.

 

Aufräumen, bist du deppert!

 

Schmieden wir doch lieber was! Vögel, oder so?

 

Gesagt, getan, und da war doch noch der "Osterbrunnen"!!

 

Verflixt, jetzt wird es langsam knapp!


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IFGS Newsletter 06/2018

Osterbrunnen 2018


Ostern ist da und der Brunnen wurde wieder ein kleines Stück erweitert.

 

Hinzu gekommen ist eine Krone (die 2019 noch umgestaltet wird) und ein Vogel.

 

Hat wieder richtig Spaß gemacht und wir sind wie immer stolz dabei gewesen zu sein.

 

Ein besonderes Highlight waren die Kinder vom Kindergarten Storchennest, welche eigens für den Brunnen selbst bemalte Ostereier mitgebracht haben, um diesen zu schmücken. TOLL!


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Kronleuchter Teil 3


Der erste Kronleuchter ist fertig, es lebe der zweite Kronleuchter!

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Was mal gesagt gehört!


Ausnahmsweise veröffentliche ich mal was, dass nicht unbedingt direkt mit Schmieden zu tun hat, aber ich gerne mal, nach der Lektüre einer Rede, sagen will. (Die Rede wird nach dem Vorwort abgedruckt.)

 

"Wer was macht, hat das Recht zu bestimmen und Kritik zu äußern! Wer nichts beiträgt, hält gefälligst den Rand!"

 

Ist eine einfache und provokante Aussage, die zweifelsohne zu einem meiner Leitsätze gehört. 

Denke mal, JEDEM ist der Spruch "Wenn ich an dieser Position / Stelle wäre, dann würde ich Alles besser / anders machen!" schon mal über die Lippen gehuscht, oder?

 

Zwei Fragen stellen sich dann immer:

  1. Warum bin ich nicht an dieser Position (Arbeit, Verein, Politik,...) oder helfe nicht einfach mit? Es muss ja nicht gleich Vorstand eines Vereines oder Betriebes sein. Auch muss nicht jede/-r Kanzler werden. Es fängt immer im Kleinen an! Hier mal beim Vereins-Grillfest mithelfen , dort mal öffentlich seine politische Meinung vertreten, hier mal die Heizung um 2 Grad runterstellen um Energie zu sparen.....
  2. Wenn ich nicht mitmache und mitgestalte, dann fehlt mir oft immer auch der Blick auf Gegebenheiten/ Umstände, welche ich vorher nicht gekannt und bedacht habe. Mir fehlen also Informationen, die wichtig sind. Was gibt mir dann also das Recht etwas, oder Jemanden zu kritisieren. Ich möchte damit nicht sagen, dass man nur eine Meinung haben darf, wenn man z.B. der Vorstand ist, aber man sollte, bevor man seine Meinung als die "einzig wahre" hinausposaunt, sich die Mühe machen, die Beweggründe und die Umstände zu erfragen und zu recherchieren .

In diesem Sinne, hinterfrag, mach mit, gestalte mit, egal wie groß oder klein dein Beitrag, Hauptsache du machst was! Auf einmal wirst du feststellen, wie eine "dumme Kritik" einen verletzen kann und einem die Lust raubt, für die Gemeinschaft/Jemanden was zu tun.

Du wirst aber auch feststellen wie schön es ist, "konstruktive Kritik" zu bekommen. Sie bringt einen weiter und zeigt einem, dass sich die Person mit den Gegebenheiten und deinem Handeln auseinandersetzt. Diese Art der Kritik ist, meiner Meinung nach, eine sehr hohe Form der Wertschätzung!


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IFGS Newsletter 04/2018


IFGS Newsletter 03/2018


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IFGS Newsletter 2/2018


IFGS Newsletter 01.2018


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Altarkreuz


Handgeschmiedetes Altarkreuz von der Telchinen-Schmiede, welches zur Schmiedeweihe unserer Kirchengemeinde in Ichenhausen überreicht wurde.
Altarkreuz aus der Telchinen-Schmiede

Im April 2018 wird der Umbau der Schmiede offiziell mit einer "Schmiedeweihe" abgeschlossen.

 

"Schmiedeweihe", was ist denn das?

Habe das schon mal in anderen Artikeln anklingen lassen, Schmiede sind ein recht "seltsames Völkchen". Logisch, man kann sehr viel rational und wissenschaftlich erklären, aber etliches noch nicht und einiges "hoffentlich" nie. Und da kommt der Glaube ins Spiel.

 

Vielleicht ist es ja die Hoffnung darauf, dass in einer "geweihten Schmiede" nie ein Gegenstand entsteht, der Schaden anrichtet. 

Aber lassen wir das Philosophieren.

 

Kurz gesagt, ein Priester weiht die Esse während eines Gottesdienstes, eine SCHMIEDEWEIHE.

 

Noch ein paar Worte zum Kreuz:

 

Rohmaterial: 

  • 40mm Vierkantstahl
  • LKW-Blattfeder
  • 10mm Rundstahl
  • Messinglot

Symbolik:

Mumu würde jetzt sicherlich wieder anmerken, das Kreuz ist so wie es ist, da wir es nicht besser konnten und ich muss das jetzt nicht schön reden.

Manchmal stimmt das auch, aber dann werden die Reste am Schluss zu einem "Kerzenständer" wiederverwertet! :-) 

Hier steht die Kerze nun eindeutig daneben, somit ist das Kreuz so gestaltet wie es sein soll.

 

Zwei Dinge sind am Kreuz sofort erkennbar.

Unten das Blatt, Symbol für das entstehende und beginnende Leben.

Oben die stilisierten Dornen, welche für das Ende stehen.

Dazwischen das Kreuz, wie das Leben!

Am Beginn des Lebens (unten) noch zerbrechlich und klein. In der Mitte des Lebens kräftig und stark genug um "andere(s)" zu tragen, wie Verantwortung, Familie, etc...

Am Ende des Lebens wieder zerbrechlich und manchmal mit Schmerzen (Dornen) besetzt, wie Verlust, Gebrechlichkeit,..., aber mit dem (Über-/Aus-)Blick über das "Gesamte" und darüber hinaus.

Wenn du die Detailbilder an der Lochung betrachtest, dann fällt dir auf, dass hier mit Messinglot feuerverlötet wurde. Der Balken würde auch so halten, könnte sich aber lockern, wenn es z.B. umfällt. 

Die Aufgabe die das Lot am Kreuz erfüllt, erfüllt der Glaube im Leben.

 

Wer das Kreuz genauer betrachten will findet es direkt vor dem Altar unserer Stadtpfarrkirche in Ichenhausen.

 


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Kronleuchter Teil 2


Weiter geht es mit dem Kronleuchter. 

Muss schließlich irgendwann fertig werden. 

Was hat jetzt das Kupferblech mit dem Leuchter zu tun?

 

Dieses Blech soll als Sichtschutz die Elektrik verbergen und gleichzeitig für Lichtreflektionen in Richtung Decke sorgen.

 


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Schmiedeesse

Um Eisen heiß zu bekommen benötigst du eine Esse, so bezeichnet man die Erwärmungseinrichtung beim Schmieden. Hört sich recht geschwollen an, für ein gepimptes Lagerfeuer, oder? Warum eigentlich "pimpen"? 

 

Allein das Eisen ins "Lagerfeuer" legen wird es nicht heiß genug machen, um es vernünftig zu bearbeiten. Es gehört mehr dazu!

Wir "frisieren" unser Lagerfeuer!

Kohle statt Holz, Feuerschüssel statt Erdloch, Luftventilatoren statt reinpusten! 

Und mit der Luft sind wir auch schon bei einem wichtigen Punkt!

Wo Luft reinkommt, muss auch wieder Luft raus, drum fangen wir heute mal "verkehrt" herum an.

Schon mal einen Grill angezündet? Was passiert? Es qualmt! Bei Steinkohle ist das mit dem Qualmen eine ganze Nummer größer!

Da bei uns die Deckenhöhe keine Ausmaße einer Kathedrale hat, ist dieser gelbe Schwefelqualm und der Ruß eine wahre Plage gewesen.

Hab ich schon mal erwähnt, dass mir der Rauch mächtig auf den Keks ging?

Wollte das nur mal gesagt haben!

Im Zuge unseres Umbaus haben wir den Kamin-Durchmesser auf 250mm vergrößert und den Kamin auf 7m erhöht. Zusätzlich wurde noch ein Rauchgasventilator eingebaut. Das Teil funktioniert wie der Dunstabzug in deiner Küche.

Merke dir:

  • Je höher der Kamin, desto besser zieht er. Mindesthöhe 6m.
  • Mindestdurchmesser vom Kaminrohr sollte 200mm sein. Leistest dir einen mit 300mm, viel besser!
  • Hast du ungünstige Luftverhältnisse, wie z.B. Abwinde, Fön, Unterdruck im Bauwerk,... dann unbedingt einen Rauchgasventilator reinbauen.
  • Willst du dir die Esse für berufliche Zwecke bauen, dann frage unbedingt bei deinem Schornsteinfeger die geltenden Bestimmungen ab, sonst kannst du ab und zu eine "böse und teure Überraschung" erfahren.

Rauchfang / Innenleben in der Telchinen-Schmiede
Rauchfang / Innenleben in der Telchinen-Schmiede

Womit man den Qualm einsammelt ist der RAUCHFANG

Es gibt jede Menge verschiedene Rauchfänge. (siehe Bilder unten)

Unser Rauchfang entstand aus der Not. Nachdem wir beim Abmontieren festgestellt haben, dass uns die Glaswolle, die zur Isolierung der Anhängerwand gedacht war, abgeschmolzen ist, wurde uns klar, es muss eine "kühlere" Lösung her. Herausgekommen ist dann ein "begehbarer" Rauchfang, mit gekühltem Rauchgasventilator und Zirkulationsluftkühlung.

Jede Menge Aufwand für einen kühlen Rauchfang. Ein äußerst positiver Nebeneffekt der doppelwandigen Konstruktion war die deutlich niedrigere Abstrahltemperatur. Konnten hier die Blechtemperatur, in Kopfhöhe, von 350°C auf max. 40°C absenken. Ein Wahnsinns Komfortgewinn!

Im Nachhinein würde ich den Abzug nicht mehr mittig über die Feuerstellen setzen, sondern asymmetrisch. Hierdurch würden die Luftwirbel, welche durch die aufsteigende heiße Luft entstehen, besser gelenkt und zum Großteil vermieden. So aber wirbelt die linke Feuerstelle den Rauch nach rechts und umgekehrt. Laufen beide Feuer, dann wird der Rauch in der Mitte runtergedrückt und entwischt in den Arbeitsraum. Um dies zu vermeiden haben wir unsere Schmiede mittels LKW-Motorlüfter unter Überdruck gesetzt.

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Weihnachtsfeier 2017

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und Weihnachten lässt einem Zeit auf das Jahr zurückzublicken. Wir wollten einfach mal ein Dankeschön loswerden an alle die uns begleiten und mit denen wir Zeit verbringen durften, Familie, Freunde, Bekannte...!

Da wir die Schmiede mal geputzt haben, was lag da näher als gleich ein "Feschd" zu machen!

Genug der Worte, schau einfach die Bilder an und freu dich mit uns auf Weihnachten.


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Kronleuchter Teil 1

Heute ging es los!

Material ist da und es liegt Großes in der Luft!

 

Als ich das Material bestellt habe, war ich ohne Meterstab unterwegs. Großer Fehler!!!

 

Jetzt liegt jede Menge 40mmx40mm Vierkantstahl rum, welcher auf das passende Maß geschmiedet werden soll.

 

Das erste Projekt was nach dem Schmiede-Umbau in Angriff genommen wurde ist nun der "KRONLEUCHTER"!

 

In die Hände gespuckt und auf geht ´s!

 

Material runterschneiden, dann einen Plan sich zurechtlegen, und loslegen.

Mmmhhh, da stimmt doch was nicht. Sollte da nicht zuerst der Plan da sein?

 

NEIN, wir wollen ja schließlich Spaß haben und nicht Millimeter feilschen!

 

Was am Ende raus kommt bleibt also noch offen. Wir sind also genauso gespannt auf das Ergebnis wie du.



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IFGS - Internationaler Fachverband Gestaltender Schmiede e. V.


Ein besonderes Weihnachtsgeschenk wurde uns dieses Jahr frühzeitig gemacht.

Wir wurden beim IFGS als Mitglied aufgenommen.

 

Tja, als ich das dem Ersten mitgeteilt habe, kam die Frage: "Was soll denn so ein Verband bringen, ist doch unnütz!"

Für alle, die den Kommentar so unterzeichnen würden, hier mein  Statement dagegen:

"Gerne darf jeder alleine seine Ziel verfolgen. Für uns, die Telchinen-Schmiede, bietet der Verband IFGS aber die Möglichkeit, sich einfach mit Gleichgesinnten auszutauschen und das eine oder andere "Großprojekt" zu stemmen. Nur gemeinsam ist man STARK, das gilt auch für Schmiede!"

 

Da wir auch das Schmiedehandwerk fördern und vor allem das Interesse an dieser Handwerkskunst wecken wollen, sagen wir DANKE für die Anerkennung und die Aufnahme in diesen illustren Kreis der Schmiede und Metallhandwerker.


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Upcycling-Recycling / Wiederverwertung ein "alter Hut"


Edelschrott
Edelschrott

In den Anfängen der Metallverarbeitung wurden z.B. für 10 kg Roheisen über 1 Hektar Wald gerodet.  Wollte man hieraus dann noch 1kg Stahl machen, dann war noch ein Hektar fällig. Da wird dann auch klar, warum Stahl damals viel wertvoller als Gold war.

 

War damals also ein Eisenprodukt defekt (Schwert gebrochen,...), dann wurde der Werkstoff einer neuen Nutzung zugeführt, sprich es wurde umgeschmiedet. So wurde der wertvolle Rohstoff Eisen/Stahl ressourcenschonend recycelt!

 

Tja, so sieht es aus. Die haben doch glatt vor mehr als 2000 Jahren schon die Wiederverwertung praktiziert. 


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Es begann mit einem Bier!


Servus miteinander!

 

Ich darf alle Leser begrüßen, die in Google nach "Bier" gesucht haben, und nun hier sind. Hast du toll gemacht!

 

Was hat Bier bloß mit Schmieden zu tun?

 

Will es mal nicht abstreiten, ein gewisser Zusammenhang lässt sich nicht ganz leugnen. Die meisten Aktionen beginnen mit einem Hopfengetränk. Da steht man dann in der Schmiede zusammen rum und heckt irgendeinen "Schmarren" aus.

So auch geschehen in diesem Frühjahr 2017!

 

"Ich hab da eine Idee!"

Auf diesen Ausspruch von mir folgte nun eine Kausalkette.

  • Mumu: "Aha!", und holt sich ein Bier.
  • Ich: "Willst sie hören?"
  • Mumu: "Bin mir nicht sicher, wird sicherlich wieder ein Blödsinn sein, oder?"
  • Ich empört: "Blödsinn?! Haben wir schon jemals Blödsinn gemacht?
  • Mumu: "Jo!", und holt sich ein Bier.
  • Ich, hol mir auch ein Bier.

(Anmerkung der Redaktion: Manchmal entwickelt sich in unseren Gesprächen eine Dynamik, welche es notwendig macht das Tempo der Unterhaltung durch den Einsatz von Bier zu bremsen!)

  • Ich: "Wir bauen die Schmiede um!"
  • Mumu: "Aha, hört sich nach Arbeit an!"
  • Ich: "Machst mit?"
  • Mumu: "Jo!" und holt sich ein Bier.
  • Ich, hol mir auch ein Bier.

 


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Hammer

Wo fängt man da jetzt bei diesem Thema an?

 

Steinzeit, mit einer Aufzählung aller erdenklichen Hämmer, mit einem seichten Witz, so nach dem Motto "ich zeig dir mal meinen ...", ........mmhhh , die Reihenfolge passt eigentlich, nur werden wir es nicht so ausführlich abhandeln :-)  .

 

Bleiben wir doch bei der Steinzeit. Häh? Stein - Hammer - passt doch was nicht, oder?

Doch, passt schon! Ein Faustkeil aus Stein ist der erste Hammer der Menscheit und somit ist der Hammer auch eines der ältesten Werkzeuge überhaupt.

Das Wirkprinzip ist seit damals immer noch dasselbe. Es wird Masse beschleunigt und diese Energie auf einen anderen Körper übertragen, um ihn z.B. wie beim Schmieden zu verformen. Punkt 1, Steinzeit, haben wir also abgearbeitet.


Punkt 2, die Aufzählung. Keine Angst werde dich jetzt nicht mit einer ewigen Liste langweilen.

 

Erstmal was Grundsätzliches. Es gibt Maschinenhämmer und von Hand geführte Hämmer. 

In der Telchinen-Schmiede benutzen wir nur handgeführte Schmiedehämmer. Im Bild siehst du eine kleine Übersicht über die Schmiedehämmer (Dieses Bild und weitere Infos findest du im Buch "Der Schmied am Amboß")

Jetzt wirst du dich sicherlich fragen warum man wissen sollte was für einen Hammer man in der Hand hält? Ganz einfach, wenn nicht, kann es passieren das dein Hammer Risse bekommt und im schlimmsten Fall sich Splitter lösen und jemanden verletzen. 

Bei den Hilfshämmern ist die Seite, auf die der Schlaghammer auftrifft, nicht gehärtet! 

Merke: Trifft eine gehärtete Fläche auf eine andere gehärtete Fläche ,wird es gefährlich!

 

Es gibt ewig viele verschiedene Formen, Typen und Gewichtsklassen von Hämmer. Am besten du schaust da einfach mal auf die Seite von Angele, die haben eine reiche Auswahl. Eine wunderbare Übersicht und Einsatzbeschreibung findest im "absoluten" Standardwerk "Der Schmied am Amboß" , ein "Musst haben!!". Einen schnellen Überblick findest auf Wikipedia.

 

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Amboss

.... , und weiter?

 

Der Amboss ist eines der elementarsten Werkzeuge des Schmiedes. Ohne ihn läuft so gut wie nichts.

 

Ich stelle hier unsere beiden  Ambosse vor und erzähle was über die Eigenschaften und deren Einsatz. Wer es genauer und ausführlicher wissen möchte, kann sich gerne das Buch von Josef Moos "Ambossformen" zu Gemüte führen, oder sich durch zwei Webseiten lesen, die ich für ganz gut halte, um einen Überblick zu bekommen. Man muss ja nicht alles mehrmals ins Netz stellen :-) !

Webseiten:

 


Der erste Amboss, unser "Alter", ist ein norddeutscher Amboss mit einer aufgesohlten Bahn und einem Gewicht von 100kg. 

Als Stand hat er einen Teak-Holz-Block, was schon ein wenig protzig ist :-)

Habe ihn fast unbenutzt von einem Kapitän abgekauft, welcher Tropenholz nach Hamburg schipperte. Der Amboss war lange Zeit ungenutzt in diversen Schiffsbäuchen unterwegs. Dann hat sich seine Frau im Garten daran gestoßen und er musste weg.

Welch ein Glück! Es war ein wahres Schnäppchen!

Übrigens, als "norddeutsch" wird die Form bezeichnet, nicht die Herkunft. 

 

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Luft

Wie fotografiert man Luft?

 

Mit dem Fotoapparat in den Himmel stieren und.... sieht irgendwie sch.... aus. Ist ja nichts drauf auf dem Bild! Eine Wolke wäre noch praktisch gewesen. 

Zurück in die Schmiede zur Ideensammlung, und was geht denn da ab? Ein perfektes Foto für das Thema Luft!

Für was ein Zuschläger nicht alles nutze ist :-)  !!

 

Feuer, Wasser und Erde haben wir ja schon in älteren Artikeln behandelt, warum aber jetzt auch noch Luft?

Luft ist doch immer da, oder? 

 

Mitnichten, Luft und besonders Sauerstoff ist nicht immer so wie benötigt vorhanden.

 

Gleich zu Beginn ein Warnhinweis!

Kohlenmonoxid ist ein geruchsloses und farbloses Gas, das giftig ist, da es viel stärker an Hämoglobin bindet als Sauerstoff und so den Sauerstofftransport durch das Blut unterbindet.  Das Gas wirkt innerhalb kurzer Zeit tödlich!!!!

 

Da dieses Gas beim Verbrennen von Kohle entsteht ist es also extrem wichtig, in der Schmiede die Zu- und Abluft richtig zu gewährleisten.


3 Ventilatoren sind für die Zuluft der zwei Schmiedeessen verantwortlich
3 Ventilatoren sind für die Zuluft der zwei Schmiedeessen verantwortlich

Zuluft

 

Für die Zuluft der zwei Essen sind 3 Radialventilatoren zuständig. 

Im Normalfall wirst du die meisten Feuerstellen so vorfinden, dass der Lüfter direkt unterhalb der Esse / Feuerschüssel angebracht ist, sprich auch im gleichen Raum wie das Kohlefeuer.

Wir in der Telchinen-Schmiede haben einen anderen Weg gewählt und die Ventilatoren außerhalb der Schmiede angebracht. Somit vermeiden wir das Ansaugen von "verbrauchter, sauerstoffarmer" Luft. Hiermit erreichen wir eine wesentlich bessere und saubere Verbrennung als mit der üblichen Montage. Verbunden wurden die Ventilatoren durch Alu-Flexrohre mit den Feuerschüsseln.

 

Absolut ideal wäre es noch gewesen, wenn wir die Luft, bevor sie in den Brennraum gelangt, noch anwärmen würden. Diese Maßnahme würde zu einer weiteren Kohleersparnis führen.

Würden wir jetzt jeden Tag 12 Stunden schmieden, dann wäre der Mehraufwand hierfür sicherlich gerechtfertigt gewesen, so haben wir aber diese Luxus-Lösung wieder verworfen.

 

Bei unserer Steinkohlenesse wird die Zuluft noch konventionell über Luftklappen und die mechanische Regulierung der Ringdüse gesteuert.

Bei unserer Holzkohlenesse haben wir eine elektronische Drehzahlregelung der Ventilatoren bevorzugt. Dadurch können wir das Feuer sehr "weich" und genau steuern, was bei "extravagantem" Damast sehr von Vorteil ist.

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Schmiedebesteck


Nein, ein Schmiedebesteck ist nicht dazu da, dass der Schmied die Schweinshaxe zivilisiert zerteilen kann!

 

Das Schmiedebesteck bezeichnet ein paar Hilfsmittel, welche es ermöglichen das Schmiedefeuer in der Esse zu steuern.

 

Eigentlich sieht das in jeder Schmiede ungefähr gleich aus. Die Fertigung des Bestecks ist auch eine gute Schmiedeübung, wenn du gerade mit dem Schmieden beginnst. 

 

Um die Kohle ans Feuer zu bringen ist eine Schaufel wichtig. Du kannst hier natürlich irgendeine Blechschaufel nehmen, wirst aber recht schnell feststellen, dass deine Hände mit dem kurzen Griff recht nah ans Feuer geraten, deshalb "Griff so lang wie möglich".

 

Da ich ja die Steinkohle zum "Ausgasen" an den Rand des Feuers platziere, muss die Kohle ja dann irgendwann auch rein ins Feuer . Dies machst du mit einem Feuerhaken.

 

Tja, und dann war da noch was mit Wasser. Das Zeug, mit dem ich den Verlauf und die Höhe der Temperatur steuere. Gleichzeitig ermöglicht es mir die Steinkohle zu einer Höhle zu stabilisieren. Experimentiere einfach mal ein wenig mit den Elementen in der Esse rum, dann bekommst du ein Gespür für das Zusammenspiel von Feuer, Wasser, Luft und Erde.

 

Wichtig! Irgendwie ein großes Feuer hinzubekommen ist jetzt nicht so die große Kunst. Ein Schmiedefeuer ökonomisch, umweltschonend und passend zum Werkstück zu führen ist schon eine Kunst! Das Feuer sollte so klein wie möglich und so groß wie nötig geführt werden.


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Schraubstock


Was ist denn da passiert?

 

Kaum schaust weg und lässt sie alleine in der Schmiede, kommt was Kleines raus, also wirklich!

 

Aber mal im Ernst, das Bild zeigt schon eine Tatsache, Schraubstöcke gibt es in allen erdenklichen Größen. Der kleine rote Parallelschraubstock ist jedoch kein Deko-Artikel, nein, der ist durchaus zur Nutzung da, halt für kleine Sachen.

 

Und schon haben wir einen wichtigen Begriff: "Parallelschraubstock".

Parallelschraubstock
Parallelschraubstock

 

Wenn sich die Backen bei diesem Schraubstocktyp öffnen, bleiben sie immer parallel. 

Dieser Typ eignet sich um Werkstücke präzise zu spannen. Ein guter Parallelschraubstock ist an der Führung leichtgängig und spielfrei. Hat er zu viel Spiel, dann wird die Führung beschädigt und/oder das Werkstück nicht richtig gespannt.

Meistens wird er für "feinere" Arbeiten benutzt, sprich Feilen, kleine leichte Biegearbeiten,...

Hierfür lässt er sich auch drehen und einige haben auch eine Höhenverstellung, um eine bessere Arbeitsposition für präzise Arbeiten zu erhalten.

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Schmiedestammtisch in der Bergschmiede Joas


Da erscheint doch mitten am Abend eine Kontaktanfrage über Facebook. 

Joas Stefan, keine Ahnung wer das ist, was will der denn von mir?

Kurz gechattet und es stellte sich raus, dass er Schmied ist und uns zum Schmiedestammtisch einladen will. Logo, aber wo?

In Ebershausen! Mensch das ist ja nur ein Katzensprung von uns entfernt!

Manchmal schaut man soweit über den Tellerrand, dass man die Suppe gar nicht mehr sieht! 

Zugesagt und den Samstag darauf (19.08.2017) losgefahren.

Was soll ich sagen, bei der Ankunft wurde bereits schon fleißig gehämmert, ein wunderschöner Klang!

Kurz die Runde begrüßt und schon war man eingereiht.

Ein paar Minuten später holte uns dann Stefan in den Nebenraum und zeigte uns ein "seltsames" Stück Metall und fragte : "Na, was ist des?"

Ratlose Blicke in der Runde. Ich hab es dann mal mit "Kunst" als Antwort versucht. Hört sich jedenfalls besser an als "Schrott" oder "letzter misslungener Schmiedeversuch". 

Meine Antwort "Kunst" war falsch und die anderen zwei Antworten auch. Mist!!

 

Ich lass dich jetzt mal genauso rätseln, wie Stefan es bei uns gemacht hat, die Lösung findest du dann im Artikel :-)

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Back in Town!


Die Pfadfinder in Ichenhausen starten wieder eine Jugendgruppe für 7-10 Jährige!

geschmiedetet Pfadfinderlilie
geschmiedetet Pfadfinderlilie

Es ist soweit!

Die Pfadfinder Ichenhausen haben wieder eine Wölflingsmeute gestartet.

 

HÄ? Was sind den Wölflinge?

Wölfe in Ichenhausen? Nein!

 

Wölflinge sind bei den Pfadfindern die jüngste Altersgruppe. Wölfling kannst du werden, wenn du zwischen 7-9Jahre alt bist und Abenteuer erleben willst!

 

Da wir Zwei, sprich Mumu und ich, auch Pfadfinder sind, hat diese Nachricht uns riesig gefreut!

 

Da lag es dann auch nahe, unserer Stammesvorständin Sabrina zu ihrem Geburtstag eine Pfadfinderlilie zu schmieden.

 

Wer jetzt Lust hat mehr über die Pfadfinder zu erfahren, oder über die Wölflingsmeute in Ichenhausen, kann gerne eine Nachricht an uns senden oder mal auf der Webseite der Pfadfinder vorbeischauen.

 

Ansonsten einfach mal vorbeikommen und die Sache sich anschauen!

 

Wo und Wann?

 

89335 Ichenhausen, im ersten Stock des Benefiziatenhauses , direkt neben der Stadtpfarrkirche.

Jeden Donnerstag um 18:00 Uhr beginnt die Gruppenstunde (Während der Ferien und Feiertagen findet keine Gruppenstunde statt.)

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Schmiedefeuer unter der Hallenburg 2017


Das Wochenende ist vorbei und ich sitze am "Tag der deutschen Einheit" über  einem Artikel zu den Erlebnissen in Thüringen. Nachdem mein Laptop ein paar Startschwierigkeiten hatte, blieb Zeit gedanklich in die Vergangenheit zu reisen.

 

Weiß noch, wie ich das erste Mal in die DDR eingereist bin. Mulmiges Gefühl damals an der Grenzmauer, und nun am Freitag sind wir auf der A71 ratzfatz über die ehemalige Grenze mit dem Auto gefahren und besuchen Freunde und Kollegen in Thüringen. Schon eine coole Sache und diesmal hab ich einen überraschenden Einblick zu den Verbindungen der Regionen erhalten, aber fangen wir mal von Anfang an.

 


 Als die Einladung bei uns per Mail eingetroffen ist, haben wir uns riesig gefreut. Mussten da nicht lange überlegen ob wir hinfahren. Eigentlich wollten wir 2017 an keinen Aktionen teilnehmen, da wir ja unsere Schmiede auf Vordermann bringen wollen, aber nach dieser Mail!

 

Wer uns kennt, weiß, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: "Richtig dabei, oder wir lassen es bleiben!"

 

Die Einstellung hat so ihre Tücken. Wie kommt z.B. unser Stand und das ganze Werkzeug über die 400km von Ichenhausen nach Steinbach-Hallenberg.

 

Zudem, alleine am Stand rumstehen wollten wir jetzt auch nicht. Das ist wie früher in der Schule. Sobald du an der Tafel stehst fällt es auf, wenn nix kannst! :-)

Ha, die Idee, wir fragen Christian Schnura, ob er mitmacht. Und, was soll ich sagen, er hat es getan!


Mit dem Bewusstsein , nicht mehr alleine an der Tafel zu stehen, gingen die Vorbereitungen mit Schwung weiter.

Beim Verladen unseres Ausstellungsstandes ist uns ab und zu der Gedanke gekommen, vielleicht das Metier zu wechseln und so Papierzeug  (Origami) zu machen. Für den Rücken wäre dies sicherlich schonender!

 

Am Freitag ging es dann früh Morgens los, Richtung Osten! Christian und Britta aus Köln und wir aus Ichenhausen.

 

Mit dabei im Tross:

  • unsere Frauen und Andis Tochter
  • Rainer, unser "Hausfotograf"
  • Fahrräder
  • Schmiede auf dem Anhänger
  • eine nagelneue Lochplatte (wusste gar nicht, das es die auch neu mit scharfen Kanten gibt :-)
  • Schleifstein
  • Profifotoausrüstung
  • und jede Menge anderen Krempel...

 

 

Kaum angekommen, ging es auch schon auf die erste Exkursion, nach Zella-Mehlis, in das "Technische Museum Gesenkschmiede".

 

Ursprünglich war es im 19. Jahrhundert ein Sägewerk. Kurz vor dem ersten Weltkrieg hat es dann eine Schmiedefirma in eine Gesenkschmiede umgebaut. Die Firma war zentral im Ort ansässig, aber nachdem sie sich "Brettfallhämmer" angeschafft haben, wurde den Besitzern nahegelegt sich einen Platz außerhalb der Stadt zu suchen.

 

Wenn man so einen Brettfallhammer in Aktion erlebt, ist das kein Wunder, warum die Nachbarschaft nicht so ganz begeistert war.

 


Gesenkgeschmiedete Bauteile fanden natürlich auch in der Waffenproduktion ihren Einsatz. Nach dem zweiten Weltkrieg durften dann keine Waffen mehr produziert werden und es wanderten viele Firmen aus der Gegend in den Westen ab. Da fiel dann beiläufig der Ort Ulm.

Halt, Ulm, das ist ja bei uns vor der Haustür! Was hat jetzt Ulm mit Zella-Mehlis zu tun?

Einer der bekanntesten Handwaffenhersteller ist damals von Thüringen nach Ulm umgesiedelt, nämlich Walther.

Viele Firmen haben damals die sowjetische Besatzungszone verlassen und im Westen neu angefangen. Was in Thüringen geblieben ist, ist das Wissen. Jetzt, nachdem Deutschland wieder vereinigt ist, werden das Wissen und die Produkte fleißig ausgetauscht und genutzt.



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Der Brettfallhammer

Brettfallhammer
Brettfallhammer

 

 

Jetzt waren wir ja beim Schmiedefeuer unter der Hallenburg und hatten dort die Möglichkeit einen Brettfallhammer live zu erleben.

 

Die Teile, mitunter der älteste Brettfallhammer Deutschlands, stehen in Zella-Mehlis im Technischen Museum Gesenkschmiede.

 

Will gar nicht lange drum rum reden, schau einfach im Museum vorbei und lass die Erschütterungen vom Hammer auf dich wirken!


Wie funktioniert so ein Brettfallhammer?

 

Da nehme ich jetzt ein Zitat aus dem Prospekt des Museums, besser kann man es nicht beschreiben:

 

"Beim Fallhammer wird die im Hammer (Bär) gespeicherte Energie (Bärgewicht x Fallhöhe) für das maschinelle Schmieden in einem Gesenk genutzt.

Die Firma Wahl verwendete in der Gesenkschmiede ausschließlich Brettfallhämmer, weil in unserer waldreichen Region das für die einem extremen Verschleiß unterliegenden Hebebretter benötigte Hartholz ausreichend verfügbar war. Während des Schmiedebetriebes waren hier insgesamt sechs Brettfallhämmer im Einsatz, die alle über die Transmissionsanlage angetrieben wurden.

 

Der Größte ist ein Lasco-Hammer mit 700kg Bärgewicht.

 

Vor dem Schmieden müssen die beiden Gesenkhälften zunächst aufeinander ausgerichtet werden. Im Anschluss wird der Bär mit dem Obergesenk zwischen den beiden gegenläufig rotierenden Stahlhubwalzen auf Fallhöhe gezogen und hier arretiert. Wenn der Schmied, das im Glühofen erhitzte Rohmaterial auf das mit der Schabotte (Amboss) verbundene Untergesenk gelegt hat, löst er mit dem Fußtritthebel den Hammerschlag aus.

 

Bei großen Schmiedeteilen sind in der Regel mehrere Schläge erforderlich. Da der Weg des Hammers nach dem Auftreffen auf das Werkstück nur im Millimeterbereich liegt, muss die Schlagkraft entsprechend groß bemessen sein.

Ober- und Untergesenk dürfen auf keinen Fall direkt aufeinander schlagen. Deshalb wird grundsätzlich mit Materialüberschuss gearbeitet, wodurch um die fertig geschmiedeten Werkstücke ein Grat entsteht, der anschließend mit einer Stanzmaschine (Exzenterpresse) abgegratet wird."

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Kolibri


Geschmiedeter Kolibri
Geschmiedeter Kolibri

Auch wenn wir alle Hände voll zu tun haben mit dem Umbau unserer Schmiede, trotzdem geht ab und zu was aus der Schmiede raus. :-)

 

Nur umbauen und renovieren geht gar nicht, da verkümmerst ja als Schmied.

Da die Kohleessen nicht in Betrieb sind, bleibt nur die Gasesse. Ruck Zuck die Esse geschnappt ,entzündet und den Hammer in die Hand.

Ein Blick in die Werkstatt und was liegt rum? Nur Kleinkram und Schrott, ja Hurra!

Was machst jetzt draus?

 

Reste von Baueisenstangen, einen Brocken Vierkantstahl und ein neues Brett, das waren die Ausgangsmaterialien.

 

Lass dich überraschen, was daraus geworden ist!

 

Genieße auch die Bilder, welche Rainer, unser Hausfotograph, gemacht hat.


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Bald ist es wieder soweit!

So, lange nichts mehr geschrieben und von uns hören lassen.

Warum?

Wir bringen unsere Schmiede auf Vordermann und restaurieren sie. Das Damastschmieden und "Rumexperimentieren" hat unseren Essen ziemlich zugesetzt. Da wir dann auch noch "Zuwachs" bekommen haben, nicht was du jetzt denkst, in Form einer neuen Kohlenesse war der Zeitpunkt gekommen sich dem Thema "Neugestaltung" zu widmen.

Jedenfalls neigt sich die Neugestaltung unserer Schmiede ihrem Ende und die ersten Feuer brennen schon wieder zu Test- und Messzwecken.

 

Seid gespannt auf die Umbau-Dokumentation!

 

Herzlichen Dank an dieser Stelle schon an alle Unterstützer und Helfer, welche dieses Projekt erst ermöglicht haben.

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Völklinger Hütte

Zwei "Helden der Arbeit" auf der Gichtbühne der Völklinger Hütte, in 27m Höhe.
Zwei "Helden der Arbeit" auf der Gichtbühne der Völklinger Hütte, in 27m Höhe.
Blick auf die Hochöfen und die Winderhitzer der Völklinger Hütte
Blick auf die Hochöfen und die Winderhitzer der Völklinger Hütte

 

Donnerstag ist immer unser "Schmiedetag" und außer Schmieden wird natürlich auch geplaudert, so ähnlich wie bei "Pinky and the Brain" , Welt erobern und so weiter...

 

Jedenfalls ist uns beiden gleichzeitig eine Esse im Netz aufgefallen, die zum Verkauf stand. Nach kurzer Bedenkzeit stand der Kauf fest.

Da die Zeit des Denkens sehr kurz war, wurde der Standort erst hinterher abgefragt. Aha, Saarland, 400km quer durch die Prärie, ist wohl nicht an einem Abend zu schaffen.

 

Lösung -  Ein Familienausflug!

 

Rein zufällig befindet sich doch ganz in der Nähe unseres Zielortes das Weltkulturerbe "Völklinger Hütte"!

Nicht nur für uns Schmiede eine beeindruckender Blick in die Industriegeschichte.

 

6 Hochöfen bilden auf engstem Raum eine Kulisse, die einzigartig in der Welt ist.

Bis 1986 wurde hier Roheisen erzeugt. 1965 arbeiteten hier 17.000 Arbeiter in der Hütte im 3-Schicht-Betrieb.

 

Möchte nicht die Dinge erzählen, welche du eh überall nachlesen kannst, nur ein paar Geschichten rund um den Betrieb in der Hütte.


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Osterbrunnen 2017

So, letztes Jahr war die Premiere des Osterbrunnens, und jetzt wird der Brunnen ausgebaut.

Wir durften wieder beim Bau mitmachen und haben die 8 Zwischenbögen gefertigt.

Man kann also sagen, wir sind teilweise schuld, dass der Trachtenverein Ichenhausen noch mehr Zweige binden darf.

Einen hat es ganz besonders getroffen, der durfte nochmal Eier bohren. Nach den 2300 Eiern vom letzten Jahr, dachte Martin wohl, diese "Bandarbeit" ist vorbei, aber falsch gedacht, 600 Eier mussten dieses Jahr her!

 

Schau dir den Brunnen doch live zu Ostern in Ichenhausen an und freu dich dran!

 

Bei der Osterbrunnen-Weihe, durch Pater Jonas Schreyer, haben wir dann auch erfahren, was wir nächstes Jahr als Erweiterung bauen werden.

Lasst euch überraschen!

 

Unser Vorschlag einer "Eiergirlande" um den Kirchturm im nächsten Jahr zu wickeln verursachte jedenfalls bei Martin kurzzeitige "Schnappatmung" :-)

Die Vorstellung 50.000 Eier zu bohren .....

Leider wurde unser Deko-Vorschlag abgelehnt. Wäre sicher ein riesen Spaß gewesen beim Bohren zuzuschauen.

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Projekt Fixie/T.I.Raleigh

Das neue Jahr 2017 hat begonnen und eine neue berufliche Aufgabe auch.

BIB heißt der neue Arbeitgeber, mit dem Projekt "Kette & Kurbel".

Tja, was macht man denn da?

Einfach ausgedrückt, man haucht alten und defekten Gebrauchträdern neues Leben ein und gibt sein berufliches Wissen an die Teilnehmer weiter.

 

Jetzt liegt bei mir in der Schmiede seit Jahrzehnten ein kleiner Schatz herum.

Ein Schatz, Gold, Silber, Edelsteine, etc..., leider nicht ganz, aber fast!

 

Angefangen hat die Sache mit der Auflösung der Rennsportabteilung von Raleigh in Nottingham/England. Ein sehr guter Freund war zu dieser Zeit in diesem Werk. Dieses Werk war in den 70ern sozusagen die "Formel-1-Schmiede" des Radsports. Hochwertige Stahlrahmen wurden hier in Handarbeit von den besten Rahmenbauern passgenau für die Radsportprofis gefertigt.

 

Im Oktober 1974 wurde Dietrich Thurau in die T.I.-Raleigh-Mannschaft aufgenommen. Als er 1977, als 22-jähriger Newcomer, gegen Eddy Merckx brillierte, hat er dies mit einem Edelrahmen aus dem Werk in Nothingham bewerkstelligt.

Zehn Rahmen wurden damals für Didi Thurau gefertigt, um die Saison zu bestreiten. Wie damals üblich wurde ein Rahmen als Muster im Werk zurückbehalten.

Genau dieser Rahmen liegt nun seit Jahren bei mir in der Schmiede rum und geriet irgendwie in Vergessenheit.

 

Was machst jetzt damit? LEBEN EINHAUCHEN, in Form eines Fixie-Umbaus im Rahmen des Qualifizierungsprojektes "KETTE & KURBEL".

Dabei wurden den Teilnehmern die folgenden Fertigkeiten näher gebracht:

  • Montage- und Fertigungstechniken
  • Fräsen
  • Gewinde schneiden und bestimmen
  • Passungen anfertigen
  • Holzlenker herstellen
  • Komponentenzusammenstellung
  • Design entwickeln
  • Präsentation und Verkaufsvorbereitung
  • Internet
  • Warenwirtschaft und Kalkulation
  • Fahrradphysik und Biomechanik
  • Lederarbeiten

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Die Würfel sind gefallen!

Winter - Kalt - dicke Jacken - und natürlich braucht man da einen Schal.

 

Schals haben wir ja alle möglichen Sorten und die von meiner Frau sind besonders hübsch. Das Problem ist nur, dass dieses Kleidungsstück ja irgendwohin muss sobald man in der Wohnung wieder angekommen ist.

Da liegen dann die Schals auf der Kommode kreuz und quer rum.

Mich hätte das ja jetzt nicht so gestört, schließlich wird es ja, wie in jedem Jahr, wieder wärmer, aber irgendwie war dieses Argument nicht schlagkräftig und ich bekam den Auftrag mir etwas einfallen zu lassen, damit das wieder ordentlich ausschaut.

 

Irgendwelche Stangen oder Seile basteln um die wollenen Schlangen zu bändigen war der erste Gedanke. Die zweite Überlegung war eine Blechkonstruktion mit Löchern um die Schals durchzustecken.

Alles was mir so eingefallen ist brauchte zudem Platz, aber dieser ist jetzt nicht im Übermaß vorhanden, also weiter überlegen.

 

Die besten Einfälle hab ich beim rumstreunen im Materiallager. Also, was liegt den da rum und lässt sich "zusammenbrutzeln"?

Zwei Vierkantstangen und eine Rundstange.

Ein bisschen wie Wickie an der Nase reiben und schon fielen die Würfel!

 

Die dicke Vierkantstange wurde in unregelmäßigen Abständen geschlitzt und dann mit den anderen Stangen verdreht.

Beim Verdrehen werden die "Würfel" dann zueinander verschoben. Alles dann mit der Stahlbürste bearbeiten und mit Ovatrol behandeln und fertig ist die Frontstange des Halters.

Querstreben und Winkelstahl ran und fertig ist der DESIGN-SCHAL-HALTER!

 


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Das Telchinen-Messer!

Das Telchinen - Messer !
Das Telchinen - Messer !

Warum heißt den dieses Messer unbedingt Telchinen-Messer?

 

Ganz einfach, es ist das Standard-Messer, welches wir in der Schmiede immer wieder in unterschiedlichen Varianten herstellen werden.

Wer "brav und lieb" zu uns ist, bekommt so ein Messer von uns geschenkt, z.B. als "Gastgeschenk! :-)

 

Der eigentliche Grundgedanke für das Telchinen-Messer ist aber ein anderer.

Es sollte ein praktisches, robustes und vielseitiges Messer werden, das einfach nachzubauen ist. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem "keltischen Klappmesser" war die Grundform schon beschlossen.

Flaschenöffner und Messer, eine unschlagbare "Brotzeitkombi", findest nicht?


Noch eine schwungvolle Form gezeichnet, die gut in der Hand liegt und natürlich darauf geachtet, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, damit man das Messer auch ständig mitführen darf.

 

Der Clou aber ist, dass sich das Messer mit einfachsten Mitteln selber nachbauen lässt.

Mit ein bisschen Geduld und halbwegs Augenmaß kriegst das Messer, mit den Mitteln von Pappas Werkstatt oder mit dem Zeug was sich so in fast jedem Haushalt finden lässt, hin.

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Der Zuschläger

Applaus,Applaus, Applaus, für das beste Werkzeug eines Schmiedes!

 

Ich darf vorstellen, der Zuschläger!

 

Schaut man sich das Bild an, dann könnte man ins grübeln kommen und die Aussage "bestes Werkzeug" anzweifeln, oder?

Keine Ahnung was da Andreas gerade treibt, sieht aber lustig aus!

 

Aber mal im Ernst, was macht denn einen guten Zuschläger aus?

 

Wenn wir denn mal aus unserer Schmiede rausgelassen werden und ausstellen, dann schmieden wir immer zu Schauzwecken. Jetzt findet sich auf jeder Ausstellung oder Messe immer wieder der Typus "KANN-DOCH-NICHT-SO-SCHWER-SEIN-DAS-KANN-ICH-AUCH". Kommt dann noch der Zusatz "KANN-ICH-BESSER", dann ist es passiert!

Schwubs, hat derjenige einen Vorschlaghammer in der Hand und steht am Amboss. :-)

Die Hinweise, vor Beginn der Schmiede-Session, vielleicht ein paar Tipps entgegenzunehmen, wird meistens mit dem Kommentar "JA, DENKST ICH HAB DAS ERSTE MAL EINEN HAMMER IN DER HAND" bei Seite gewischt.

 

Das Eisen ist heiß und die Protagonisten gehen in Position. Zack, der erste Schlag des Schmiedes (meistens ich, Roland) saust auf das Werkstück nieder.

Dann schlägt der "Aushilfs-Zuschläger". Der Vorschlaghammer wird ausgeholt und maximal beschleunigt. Ein Lächeln zeigt sich auf dem Gesicht. Zufrieden stellt die "Aushilfe" fest, wie der Vorschlaghammer mit ungeahnter Wucht Richtung Amboss saust.

Ohne jetzt irgendwie schadenfroh zu klingen, aber jetzt kommt der Augenblick, welcher zu 90% immer so abläuft, und ich muss zugeben, ich hege eine gewisse Sympathie gegenüber diesem AUGENBLICK.

Kurz bevor der Vorschlaghammer auf den Amboss trifft, stellt unser "Versuchsteilnehmer" fest, das Werkstück liegt nicht an der Stelle, an der der Hammer einschlagen wird! BAMM! Es ist passiert, der Schlag ging daneben.

Ich sag dann immer, "Nix passiert, passiert jedem, auch uns!" (Der letzte Satz ist 100% richtig, auch wir schlagen mal daneben :-) )

Für den TYPUS "ICH-KANN-DAS" gibt es jetzt kein zurück mehr, die Schmach muss getilgt werden.

 

Schwung holen, Schlagen, Treffer, Schwung, Schlagen, Daneben, Scheiße, Schwung, Schlagen, Daneben, Doppel-Sch..., Schwung, Schlagen, Treffer, Geht doch!, Schwung, Schlagen, Daneben, Verflucht ist der Vorschlaghammer schwer, schon Schweiß?, ........, 5 Minuten später: ICH BIN TOTAL FERTIG, ICH KANN NICHT MEHR!

 

Warum demonstrieren wir sowas und erzählen dies hier?

 


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Unsere kleine Schmiede!

So, da wir ständig danach gefragt werden, wie den unsere Schmiede so aussieht, wieviel Essen und welches Bärgewicht unser Maschinenhammer hat, etc..., wollen wir dir einfach mal einen Einblick in die Schmiede geben. Übrigens, der Maschinenhammer heißt Andreas und muss mit Bier und Steaks geschmiert werden, sprich wir machen die ganze "Schlagarbeit" in reiner Handarbeit!

 

Also, willkommen in unserem bescheidenen Paradies!


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Wenn es mal richtig in die Hose geht!

Schicht- und Torsionsdamast
Schicht- und Torsionsdamast

Tja, so sollte ein Damast aussehen. Geht man hier mit der Lupe oder dem Mikroskop ran, dann findet man keinen Schweißfehler. Alle Schichten sind feuerverschweißt. Trotz der verwendeten hochlegierten Stähle sind auch beim Torsionsstrang keine Risse oder offenen Lagen zu erkennen.

 

Jetzt kennt jeder Damastschmied den Augenblick in dem er feststellt, "hier läuft was gehörig schief!"

 

Normalerweise bekommt man auf Webseiten über Schmiede schöne Fotos von den Glanzstücken der Produktion zu sehen. Darf aber jeden angehenden Schmied beruhigen, es klappt nicht immer so wie man sich das wünscht. Besonders beim Damast schmieden werden auch erfahrene Schmiede ab und zu aus dem "Olymp" stürzen.

Möchte hier ein treffendes Zitat von Maik Salzmann anbringen:

"Beim Damast schmieden lernt man immer wieder Demut gegenüber dem Material!"


Skizze eines Mosaikdamastpaketes
Skizze eines Mosaikdamastpaketes

Das mit dem Olymp ist so eine Sache. Zeus würde auch nicht auf einen Maik hören, wenn der ihm was von Demut predigt, oder?

Richtig! Wir auch nicht! Will mal das Ergebnis vorweg nehmen:

"Merke dir den Satz vom Maik!!!!!!!!!!!"

 

So, im Bild siehst du die Grundidee eines Mosaik-Damastes, welcher dann gehörig in die Hose ging.

 

Die orangen Strahlen sollten eine stilisierte aufgehende Sonne darstellen. Diese "Damast - Sonne" wäre dann in einem großen Küchenmesser schön eingearbeitet worden.

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Küchenmesser und "mittelalterliches" Grillbesteck

geschmiedetes Küchenmesser für Rechtshänder
Chef-Knive / großes Küchenmesser aus einer Feile geschmiedet

Haben da mal ein Besteck bei einem "mittelalterlichen Essen" auf den Tisch bekommen und dieses Design hat uns ganz gut gefallen.

Rein ins Materiallager und "gegruschtelt" (für alle Nicht-Schwaben = "die Lagerhaltung auf ihren Bestand geprüft"), und die Wahl viel auf alte Feilen.

 

Warum "alte Feilen"?

Wichtig!!!! Es müssen wirklich alte Feilen sein, sprich am besten vor ca. 1950er. Bei diesen Feilen ist das ganze Material hochwertiger Kohlenstoffstahl. Bei den neuen Feilen wird dagegen billiger, nicht härtbares Eisen nur an der Oberfläche (ca. 0,5mm) aufgekohlt oder nitriert. Es ist also nur diese dünne Schicht "härtbar". Also, Finger weg von neuen Baumarktfeilen! Da kannst du Schmieden und Härten wie du willst, es kommt am Ende nur ein "Käsemesser" raus.

Normalerweise werden stumpfe, alte Feilen einfach in den Schrott geschmissen. Bei dem Material ist das eigentlich eine richtige Schande! Schmieden hat auch was damit zu tun, alte, verbrauchte Sachen einem neuem Zweck zuzuführen. Recycling ist bei Schmieden schon seit den Anfängen ein Thema!


Chef-Küchenmesser

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Jagdmesser TS-1

Von Hand gefertigtes Jagdmesser TS-1 aus der Telchinen-Schmiede. 80-Lagen Damastmesser mit Panzerstahl und einer Griff- und Scheide aus Paduk-Holz.

So, hallo!

 

Das Messer kennst du vielleicht schon. Schleppen wir auch fast auf jede Veranstaltung und Ausstellung mit.

Wenn wir es dann immer mit stolz geschwellter Brust und funkelnden Augen präsentieren, dann kommt unwillkürlich die Frage : "Was ist denn das Besondere an diesem Messer?"


Zuerst aber kurz zum Gedanken, welcher dem Messer zu Grunde liegt. Es sollte ein absolut alltagstaugliches und robustes Messer herauskommen, das auch dem Lageralltag auf einem Pfadfindertreffen gewachsen ist. Gemüse, Zwiebeln, Fleisch und Brot schneiden, wenn es sein muss auch im Blechnapf. Kleinholz zum Anzünden machen, Dosen öffnen, Schnitzen und Nutella auf ´s Brot schmieren. So ein Messer sollte also am Ende rauskommen!

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Bauernmarkt 2016 in Ichenhausen

Hallo!

 

Nun, wir haben uns mal wieder in der Öffentlichkeit herumgetrieben. Sozusagen wurden wir kurzfristig in die Frischluft-Freiheit entlassen :-)


Wenn man sich das Bild so anschaut, dann dürfte jedes sozialistische Arbeiterdenkmal, bei der Pose von Andreas, vor Neid erblassen! Müsste nur noch eine Sichel auf dem Amboss liegen.

 

Haben bei der Gelegenheit natürlich unsere beiden "Neuheiten" ( Jagdmesser TS-2 ; Vogeltränke) vorgestellt und eine Menge interessierte Fragen beantwortet.

Jedenfalls hatten wir mal wieder eine Menge Spaß an einem wunderschönen sonnigen Tag!

 


 

Wenn schon, denn schon,  haben wir auch gleich unseren Wasserschleifstein mitgenommen und ein paar Messer von Besuchern geschliffen.

 

Wurde mal vor Jahren in den Garten gestellt. Von wem, oder warum, keine Ahnung, aber der Stein funktioniert prächtig nachdem wir ihn wieder hergerichtet haben.

 

 

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Damast-Wahnsinn

Jagdmesser TS-2

Ein von Hand geschmiedetes Jagdmesser aus 272 Lagen Damast mit einem Griff aus Augenahorn. Reine Handarbeit aus der Telchinen-Schmiede.
272 Lagen Damastmesser mit einem Torsionsstrang und einem Schichtstrang
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Die Telchinen bei Europas größtem Schmiedetreffen


In der Werkstatt stapelt sich mal wieder die Arbeit und es geht dieses extrem nervige Gespenst namens "Putzmalwieder" um. Da hilft nur die Flucht nach vorne, sprich es muss eine Wochenendaktion her! 

Schauen wir doch mal in unseren Kalender, und prompt lächelt mich ein Termin an:

 

EUROPAS GRÖßTES SCHMIEDETREFFEN AUF BURG HELFSTYN IN TSCHECHIEN 

 

Da schau an, besser als Putzen! Gleich mal Andi angerufen, und schon war es vereinbart. Am Donnerstag schickte mir Andi dann eine SMS mit der Anmerkung, "is schon weiter als Köln, oder meinst du eine andere Burg?".

 

Wieso weiter als Köln? Hab das irgendwie in Erinnerung als wäre das so kurz nach Prag, aber schauen wir mal ins Internet.

Oha! 820km, einfach, aber wenigstens Prag, die Richtung stimmt also :-) ! Sollte mir für die nächste Aktion eine Notiz machen, "zuerst in die Karte schauen!"

Ach egal, ausgemacht ist ausgemacht!

Andi und seine Familie sind schon am Donnerstag los und meine Frau und ich folgen dann am Freitag Abend.

Kurz gesagt, während Andi sich das erste Bier gönnt, cruisen Eli und ich noch mit unserem feuerroten Spaßmobil Richtung Osten und trudeln gegen 3 Uhr Morgens am Samstag auf dem Campingplatz ein.


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Vogeltränke mit geschmiedeter Hand!

Vogeltränke mit geschmiedeter Hand
Vogeltränke mit geschmiedeter Hand

Servus!

 

Es ist mal wieder was aus der Telchinen-Schmiede rausgegangen.

Zuerst war da eine handgefertigte Tonschüssel mit drei kleinen Piepmatzen. Diese Schüssel war also angeschleppt und mit folgendem Auftrag versehen: "Mach da mal einen Ständer für die Schüssel, ich habe mir das folgendermaßen vorgestellt...."

 

Ich bin ja ein aufnahmefähiger und höflicher Mensch, deshalb lasse ich die Leute immer erst ausreden.

 

Jedenfalls, zwei Tage später, lautete der Auftrag dann: " Mach was willst, Hauptsache es ist ein Ständer für die Vogeltränke noch in diesem Jahr da!"

 

So, das ist doch jetzt eine, der Telchinen-Schmiede würdige, Arbeitsanweisung!

 

Die ersten Ideen gingen von altmodischen Schüsselhaltern im Barrock-Stil, bis hin zu Art-Deco-Haltern, aber irgendwie alles schon mal dagewesen und irgendwie langweilig! 

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Zu Besuch bei Christian Schnura in Köln!

  • Freitag 4:30 Uhr der Tag beginnt.
  • Auf geht´s zur Arbeit!
  • 5:00 Uhr, stelle fest, dass ich noch bis 20:00 Uhr arbeiten muss.
  • 5:01 Uhr, im Radio wird bekannt gegeben, Sommerferien beginnen.
  • 5:03 Uhr,  stelle mir die Frage, wer sich den diesen Termin ausgesucht hat? Muss ein voller Vollpfosten gewesen sein.
  • 5:10 Uhr, in den Nachrichten wird eine Demo der Erdogananhänger in Köln angekündigt. Ferien, Demos, ja toll!
  • 5:12 Uhr, die Erkenntnis reift in mir, dass ich mir den Termin selber ausgesucht habe!

Aber, beginnen wir von vorne! Auf Christian Schnura sind wir in Thüringen/Hallenberg aufmerksam geworden. Andreas hatte gerade ein 100 Jahre altes Korkenziehergesenk mit einem Schlag zerbröselt, als meine Frau um die Ecke kam und von einem Pärchen in einer "abgeschiedenen Ecke" mit Messern erzählte, welches wir uns unbedingt anschauen müssten.

Was soll ich sagen, diese Messer waren wunderschön gefertigt. Küchenmesser in japanischen Still mit einer perfekten Musterung der Schicht- und Torsionsdamastlagen. Dazu noch präzise gefertigte Griffe gaben diesen Messern dann noch den letzten Schliff.

Als Christian noch den kleinen Alukoffer unter dem Tisch hervorzauberte, sind uns fast die Augen rausgefallen. Handwerkskunst pur! In Messerform gebrachte Liebe zum Detail.

Spätestens da war klar, Adresse her und hoffen, dass wir ihm mal über die Schulter schauen dürfen.

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Weiter mit Damast!

Aufbau und Bestandteile eines Damastpketes
Aufbau und Bestandteile eines Damastpketes

So, jetzt wird wieder in der Schmiede "experimentiert".

 

Daneben siehst du den Aufbau unseres neuesten Damastpaketes.

Jetzt werden die "Fachleute" unter euch sagen, dass ist eine Materialkombination, die sich ja gar nicht richtig "Feuerverschweißen" lässt, aber uns egal!

 

Mal schauen wie weit wir es mit der Mustersteuerung treiben können und was dann am Ende raus kommt.

 

 

unverschweißtes 17 Lagen Damastpaket
unverschweißtes 17 Lagen Damastpaket

Gedacht ist der  fertige Damast-Stahl für unser neu gestaltetes "Telchinen-Messer", welches wir dann als Mitbringsel und Anerkennung verschenken.

 

Im Moment sind wir bei 272 Lagen. Als nächstes wird der Block dann geteilt und ein Teil tordiert, der andere flach gelassen und dann wieder feuerverschweißt.

 

Alles in reiner Handarbeit, sprich kein Maschinenhammer!

272 Lagen Damast im Rohzustand
272 Lagen Damast im Rohzustand
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Auf Besuch bei den Schmiedefeuern unter der Hallenburg 2016

Wir, Eli, Andreas und ich (Roland) waren beim Schmiedetreffen in Steinbach-Hallenberg (Thüringen)

 

Ein toller Tag an dem wir viele nette Leute kennengelernt und einige interessante Einblicke in Schmiede- und Gusstechniken ergattern konnten.

 

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Rückblick Leistungsschau Ichenhausen 2016

So, die Messe ist vorbei und es ist aufgeräumt!

 

Wie auf jeder Messe, man wird von Eindrücken überschwemmt, und kann sich gar nicht alles merken.

 

Wer nochmal einen Blick in unseren Stand werfen will, hat hier die Möglichkeit: Leistungsschau Ichenhausen 2016

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Presseartikel über die Leistungsschau Ichenhausen 2016

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