Hammer

Wo fängt man da jetzt bei diesem Thema an?

 

Steinzeit, mit einer Aufzählung aller erdenklichen Hämmer, mit einem seichten Witz, so nach dem Motto "ich zeig dir mal meinen ...", ........mmhhh , die Reihenfolge passt eigentlich, nur werden wir es nicht so ausführlich abhandeln :-)  .

 

Bleiben wir doch bei der Steinzeit. Häh? Stein - Hammer - passt doch was nicht, oder?

Doch, passt schon! Ein Faustkeil aus Stein ist der erste Hammer der Menscheit und somit ist der Hammer auch eines der ältesten Werkzeuge überhaupt.

Das Wirkprinzip ist seit damals immer noch dasselbe. Es wird Masse beschleunigt und diese Energie auf einen anderen Körper übertragen, um ihn z.B. wie beim Schmieden zu verformen. Punkt 1, Steinzeit, haben wir also abgearbeitet.


Punkt 2, die Aufzählung. Keine Angst werde dich jetzt nicht mit einer ewigen Liste langweilen.

 

Erstmal was Grundsätzliches. Es gibt Maschinenhämmer und von Hand geführte Hämmer. 

In der Telchinen-Schmiede benutzen wir nur handgeführte Schmiedehämmer. Im Bild siehst du eine kleine Übersicht über die Schmiedehämmer (Dieses Bild und weitere Infos findest du im Buch "Der Schmied am Amboß")

Jetzt wirst du dich sicherlich fragen warum man wissen sollte was für einen Hammer man in der Hand hält? Ganz einfach, wenn nicht, kann es passieren das dein Hammer Risse bekommt und im schlimmsten Fall sich Splitter lösen und jemanden verletzen. 

Bei den Hilfshämmern ist die Seite, auf die der Schlaghammer auftrifft, nicht gehärtet! 

Merke: Trifft eine gehärtete Fläche auf eine andere gehärtete Fläche ,wird es gefährlich!

 

Es gibt ewig viele verschiedene Formen, Typen und Gewichtsklassen von Hämmer. Am besten du schaust da einfach mal auf die Seite von Angele, die haben eine reiche Auswahl. Eine wunderbare Übersicht und Einsatzbeschreibung findest im "absoluten" Standardwerk "Der Schmied am Amboß" , ein "Musst haben!!". Einen schnellen Überblick findest auf Wikipedia.

 


Meine Lieblingshämmer in der Schmiede. von links: Hofi-Hammer, 300g Schlosserhammer, Schlichthammer
Meine Lieblingshämmer in der Schmiede. von links: Hofi-Hammer, 300g Schlosserhammer, Schlichthammer

Jetzt zum dritten Punkt:

"Ich zeig dir meinen ....!"

 

Kriegen oft die Frage gestellt: "Was benötige ich denn, wenn ich das Schmieden anfangen will?"

Unsere Antwort lautet dann immer gleich: "Ein Feuer, irgend einen Eisenblock als Amboss und einen Hammer!"

 

Wie, nur einen einzigen Hammer? Richtig! Bei uns hängen zwar sehr viele Hämmer rum, und im Vergleich zu anderen Schmieden sind das immer noch wenige, aber wirklich ständig benutzt werden nur sehr wenige Hämmer.  Ich hab da 3 Hämmer, die ich zum Großteil nutze. Auch Mumu hat eine reiche Auswahl an Zuschlaghämmer und doch benutzt er so gut wie immer den großer Vorschlaghammer, auch für die "feinen" Arbeiten, er schlägt da einfach präziser damit. Nenne es Einbildung, wir nennen es eher Gewohnheit. Der Hammer ist einfach eine Verlängerung deines Armes und den Arm wechselst ja auch nicht ständig aus :-)  .

 

Jetzt sag ich mal was ganz frevelhaftes, was wahrscheinlich alle Anhänger von Schmied Alfred Habermann empören wird.

Normalerweise fertigt der Schmied seinen eigenen Schmiedehammer selber an. Ich bin aber eher der Meinung du solltest vorher einige ausprobieren um deine Lieblingsform und deine Gewichtsklasse zu finden. Danach kannst dir gerne DEINEN HAMMER anfertigen!

 


Ich hab mir z.B. mal einen Hofi-Hammer 1,5kg gekauft. Wie gesagt, eigentlich bescheuert sowas zu kaufen, wenn man es auch billiger selber machen kann. Egal! Ich hatte einfach keine Zeit und war neugierig auf den Aufbau des Hammers und die dämpfende Stielverklebung. 

Ich finde ihn nur geil, wohingegen Mumu mit dem Hofi-Hammer gar nicht zurecht kommt. Mumu bevorzugt einen 1,2kg Schlosserhammer.

 

Grundsätzlich kannst jeden Hammer in einen Schmiedehammer umbasteln. Beim Schmiedehammer ist die Bahn balliger/runder und der Radius an der Finne größer. Warum? Somit schlägt man nicht so schnell einen "Macken" in das glühende Eisen.

 

Noch zwei Tipps: Ein Schmiedehammer sollte schon mindestens 1kg haben, damit du genügend Schlagenergie erzeugen kannst um das Eisen auch umzuformen. Meistens hat ein Schmiedehammer einen leicht kürzeren Stiel als ein Schlosserhammer. Damit wird er handlicher und du kannst ihn besser führen.

 

Hast jetzt Lust bekommen einen Hammer selber zu schmieden, dann schau es dir doch als Video an.

 

 


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Kommentare: 4
  • #1

    klaus (Dienstag, 16 Oktober 2018 09:11)

    sehr gut erclairt lan

  • #2

    Peter (Dienstag, 16 Oktober 2018 09:14)

    Prima erklärt! Weiter so Habibos!

  • #3

    Hans (Dienstag, 16 Oktober 2018 09:15)

    Mensch ich geh gleich los lo schmieden beschte ich zeig baba ich kann das
    er ist dan stolz und ich mach schwarz arbeit !!!

  • #4

    Babanin sol daşaği (Montag, 17 Dezember 2018 15:00)

    Bruder muss Los