Hammerführung beim Schmieden


Handhammer Teil 1

Hier eine paar Kniffe,  welche deine Gelenke beim Schmieden schonen. Nebenbei erhöhst du deine Schlagkraft, ohne dass du dich mehr anstrengen musst.

Noch ein wenig Theorie zum Video. Vielleicht schon mal den Spruch gehört, dass "ein Schmiedehammer mindestens 1,5kg wiegen muss." 

So ein Blödsinn!!

Richtig ist vielmehr, dass es für jede Schmiedetätigkeit den richtigen Hammer gibt. Ebenfalls zutreffend ist, dass jeder Schmied einen "Lieblingshammer" hat.

Der Spruch mit den 1,5kg kommt wahrscheinlich von der irrigen Annahme her, das nur ein größeres Gewicht die Schlagkraft ausreichend erhöht um beim Schmieden die nötige Materialverformung zu erzielen.

Jetzt behaupte ich, du kannst die Schlagkraft viel leichter und entspannter erhöhen. WIE?

E=½m×v²

Jetzt kommt er auch noch mit einer Formel aus der Physik daher. Keine Angst,  ist gleich erklärt und der AHA-Effekt ist da.

E= kinetische Energie / sprich die Schlagkraft, welche im Hammerkopf beim Auftreffen auf das Werkstück steckt.

m= Masse / für uns das Gewicht des Hammers

v= Geschwindigkeit / wie schnell der Hammer beim Auftreffen ist.


Was die Formel aussagt:

​Die kinetische Energie eines Körpers hängt von seiner Masse und seiner Geschwindigkeit ab.

​Masse (m): Die Energie wächst linear mit der Masse. Doppelte Masse = doppelte Energie.

​Geschwindigkeit (v): Die Energie wächst quadratisch mit der Geschwindigkeit. Das ist der entscheidende Punkt!


Der Clou: Da die Geschwindigkeit im Quadrat (v²) steht, hat sie einen extremen Einfluss. Wenn der Hammer doppelt so schnell auf das Werkstück trifft, vervierfacht sich deine Schlagenergie!

 

Am einfachsten beschleunigst du den Hammer über das Handgelenk. Achte im Video mal darauf!


PS: Das war jetzt die Erklärung für den Weg, welcher der Hammer nach unten bis zum Auftreffen zurücklegt.

Wenn du dir jetzt überlegst, wie der Hammer wieder nach "Oben" kommt... 

Deshalb, nutze keinen unnötig schweren Hammer, wenn es auch effektiver geht!